Einigung auf "historische" IWF-Reform:
Schwellenländer sollen mehr Macht erhalten

G-20-Gipfel: Stimmgewicht verlagert sich nach China IWF-Chef Strauss-Kahn: Bisher "größte Reform"

Einigung auf "historische" IWF-Reform:
Schwellenländer sollen mehr Macht erhalten © Bild: Reuters/Loh

Durchbruch bei Verhandlungen: Die Finanzminister der Gruppe der 20 einflussreichsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) haben sich auf eine Reform des Internationalen Währungsfonds (IWF) geeinigt. Dies teilte IWF-Chef Strauss-Kahn in Südkorea mit. Es handle sich um eine "sehr historische" Vereinbarung, sagte er. Außerdem einigte man sich auf eine Reform des globalen Bankensystems und der großen Finanzinstitute.

Es sei die bisher "größte Reform" des Währungsfonds, meinte Strauss-Kahn zur IWF-Reform. Zuvor hatte es aus Verhandlungskreisen geheißen, alle Teilnehmer hätten "guten Willen" gezeigt. Demnach wollten die europäischen Industrieländer Stimmgewicht zugunsten von Schwellenländern wie China abgeben. Strauss-Kahn bestätigte, dass die Europäer auf zwei Sitze im IWF-Direktorium verzichten wollen. Dazu hatten sie sich bereits Anfang Oktober bereiterklärt.

Schärfere Bankenregulierung
Bei der "Vereinbarung einer Reform der finanziellen Regulierung" habe es "kaum Unstimmigkeiten" gegeben, sagte ein südkoreanischer Vertreter im Bezug auf die Bankenreform. Eine schärfere Bankenregulierung war beim Treffen in Gyeongju angestrebt worden, um einen neuerlichen Kollaps wie bei der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 zu vermeiden.

Zum Abschluss ihrer zweitägigen Beratungen in Südkorea einigten sich die Wirtschaftsmächte weiters darauf, einen Abwertungswettlauf bei den Währungen verhindern.

(apa/red)