"Einiges ist falsch gelaufen!": Ex-Teamchef Constantini kritisiert ÖFB-Trainingsmethoden

ÖFB-Trainer Hickersberger nicht Ziel seiner Kritik Glaubt an Überraschung im Testspiel gegen Schweiz

In einem Interview hat der ehemalige Fußball-Teamchef Didi Constantini den Ist-Zustand des österreichischen Nationalteams kritisiert. "Ich finde das lächerlich, wenn ich höre, dass der Koordinationstrainer in der Halbzeit noch eine Tanzvorführung macht. Das ist für mich eine reine Selbstdarstellung", lautete eine Aussage des 51-jährigen Tirolers, der weiß, dass er sich mit solchen Aussagen beim ÖFB unbeliebt macht.

Für Constantini ist es nicht nachvollziehbar, warum der ÖFB einen derart großen Trainerstab benötigt. "Es ist einfach so, dass einiges falsch gelaufen sein muss in den letzten sechs Jahren", meinte der Tiroler weiter. Er bemängelt, dass eine Generation zuerst verwöhnt und dann verurteilt wird. "Wir erziehen die Spieler zur Nichtverantwortung und dann wollen wir alle, dass sie mit 21, 22 Jahren Verantwortung zeigen. Mittlerweile wissen wir, wenn ein Spieler Durchfall hat, aber nicht, warum er eine Flanke hinters Tor schlägt", meinte Constantini in dem Interview mit dem ORF-Radio Oberösterreich

Den Schuldigen sieht der ehemalige Bundesliga-Trainer (unter anderem Pasching, Tirol, Austria) aber nicht alleine in Teamchef Hickersberger. "Der allein Schuldige ist der Trainer selten. Aber das ist ja auch meist im Klub so. Man kann aber eben selten alle Spieler entlassen", stärkt er Hickersberger den Rücken, und wünscht ihm für das Spiel gegen die Schweiz alles Gute.

Constantini glaubt daran, dass der rot-weiß-roten Auswahl gegen die Eidgenossen eine Überraschung gelingt. "Das wäre für alle eine gute Geschichte", sagte er.

(apa/red)