Eingetragene Partnerschaft: Justzisprecher Donnerbauer will Thema "offensiv angehen"

Fekter-Nachfolger will "institutionalisierte Form"

Der designierte Justizsprecher der ÖVP, Heribert Donnerbauer, hat die Partei-interne Debatte um die rechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften erneut aufgegriffen. Er werde das Thema "etwas offensiver angehen" als seine Vorgängerin Maria Fekter, die in die Volksanwaltschaft wechselt, sagte er in einem Interview.

Homosexuelle sollen demnach künftig ihre Beziehung in einer "institutionalisierten Form" absichern können. Ob dies vor dem Standesamt oder per Notariatsakt passieren sollte, wollte er nicht beantworten. Für heterosexuelle Beziehungen solle dieses Modell aber nicht offen sein. Er sei gegen eine "Ehe light", so Donnerbauer in "Die Presse".

Die VP-interne Debatte läuft bereits seit Anfang April. ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon war damals zunächst für einen Notariatsakt eingetreten, wenig später relativierte er seinen Vorstoß aber wieder. ÖAAB-Generalsekretär Werner Amon befand dieses Ansinnen als "denkunmöglich", während Familienministerin Andrea Kdolsky sich hinter Missethon stellte. (apa/red)