Eingespieltes Duo aus den Niederlanden:
Adriaanse-Opdam seit Alkmaar erfolgreich

Coach hatte "Wunschspieler" nach Salzburg gelotst Opdam verließ bei Red Bull Salzburg Stammposition

UEFA-Cup-Halbfinale - So lautet Co Adriaanses mehr als ehrgeiziges Europacup-Saison-Ziel mit Red Bull Salzburg. Im Erfolgsfall würde dem 61-Jährigen eine ähnliche Sensation wie in der Saison 2004/05 gelingen, damals war Adriaanse mit dem AZ Alkmaar unter die letzten vier Teams dieses Bewerbs vorgestoßen. Bereits damals im Team von Adriaanse dabei war Verteidiger Barry Opdam, den Adriaanse im Sommer als "absoluten Wunschspieler" nach Salzburg geholt hat.

Opdam bildet gemeinsam mit Ibrahim Sekagya die Innenverteidigung des österreichischen Titelfavoriten. Dass der 32-Jährige in Salzburg auf seiner Lieblingsposition als linker Innenverteidiger gesetzt ist, war der Hauptgrund, warum Opdam nach mehr als einem Jahrzehnt (1996-2008) und weit über 300 Spielen dem AZ Alkmaar den Rücken gekehrt hat.

"Der linke Innenverteidiger ist meine Position. Dort habe ich den Sprung ins niederländische Team geschafft und dort mache ich meine besten Spiele. Das möchte ich auch in Salzburg zeigen", meinte Opdam im Rahmen der UEFA-Cup-Reise nach Sevilla im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Opdam wechselte Stammposition
Bei Alkmaar hatte Opdam, der achtmal fürs niederländische A-Team gespielt hat, vergangene Saison unter Louis van Gaal die Position des linken Außenverteidigers bekleidet. "Aber das ist einfach nicht meine Position", so Opdam. Adriaanse wusste das, meldete sich per Handy bei seinem ehemaligen Schützling und überzeugte diesen schnell von einem Wechsel nach Österreich.

Opdams größter Erfolg mit Alkmaar war natürlich das UEFA-Cup-Halbfinale 2005 unter Adriaanse, der dort von 2002 bis 2005 Chef war. Alkmaars einzige Niederlage in den vier Spielen der Gruppenphase passierte damals in Graz gegen den GAK, der gegen das bereits fix aufgestiegene Alkmaar 2:0 gewann. Opdam verschuldete übrigens den zum Endstand führenden Elfmeter mit einem Foul an Mario Bazina.

Ansonsten wurden Teams wie die Glasgow Rangers, Schachtjor Donezk oder Villarreal bezwungen. Erst im Halbfinale war nach Verlängerung gegen Sporting Lissabon Endstation gewesen. "Wir hatten keine großen Namen, aber der Zusammenhalt im Team war sehr groß. Wir waren fast immer der große Underdog, die Mannschaften haben uns unterschätzt, das war fatal für sie. Und wir haben auswärts immer mindestens ein Tor gemacht, das ist im Europacup enorm wichtig. So soll es auch jetzt mit Salzburg sein", hofft Opdam.

Lobende Worte für den Coach
Über Adriaanse schwärmt Opdam in höchsten Tönen: "Adriaanse genießt in Holland hohes Ansehen. Er hat Ajax Amsterdam trainiert, und Ajax ist in Holland und der ganzen Fußball-Welt ein großer Name. Adriaanse setzt auf Disziplin und Offensive, seine Mannschaften haben sich immer Jahr für Jahr kontinuierlich gesteigert. Ich glaube, dass die Spieler noch sehr viel von ihm lernen können. Das wird auch in Salzburg so sein."

Damit das System Adriaanse greife, müsse man der Mannschaft jedoch noch ein wenig Geduld entgegenbringen. Denn auch Opdam ist klar, dass derzeit bei den Bullen, die in der Liga fünf Punkte Rückstand auf Leader Rapid aufweisen, noch lange nicht alles wie am Schnürchen läuft. "Dass wir die Qualität haben, daran besteht kein Zweifel. Aber wir müssen wie eine Mannschaft spielen. Oft ist es am besten, wenn man einfachen Fußball spielt. Aber das ist auch am schwierigsten. Wenn uns das gelingt, dann wird es ganz sicher eine gute und schöne Saison", meinte der Niederländer.
(apa/red)