Einfluss von Geld auf Glück überschätzt: Auch Geringverdiener genießen ihren Alltag

Personen mit wenig Geld treffen häufiger Freunde Höhere Einkommensklassen sind öfter gestresst

Einfluss von Geld auf Glück überschätzt: Auch Geringverdiener genießen ihren Alltag

Geld allein macht nicht glücklich: Eine amerikanische Studie zeigt, dass der Einfluss des Einkommens auf das Wohlgefühl weit überschätzt wird. Zwar stuften die meisten wohlhabenden Teilnehmer ihre generelle Lebenszufriedenheit tendenziell höher ein als weniger reiche Menschen. Damit aber gaben sich die Wissenschafter der Universität Princeton nicht zufrieden.

"Wenn Leute ein hohes Einkommen haben, glauben sie, sie sollten zufrieden sein und spiegeln das in ihren Antworten wieder", erläutert Alan Krueger. "Einkommen wirkt sich aber auf das momentane Erleben sehr wenig aus."

"Arme" nur geringfügig unglücklicher als "Reiche"
Die Forscher wollten ermitteln, wie sehr die Teilnehmer ihren Alltag genießen. Dafür ließen sie rund 1.700 beschäftigte Frauen aus Texas und Ohio ihren Tag rekonstruieren und die Gefühle bezüglich des Erlebten bewerten. Die Teilnehmerinnen erwarteten zwar, dass Frauen mit einem Jahreseinkommen unter 20.000 Dollar eine weit schlechtere Stimmung haben als solche, die über 100.000 Dollar verdienen. Tatsächlich aber lag das Wohlgefühl der schlechter Verdienenden nur geringfügig unter dem der Wohlhabenden, wie das Magazin "Science" berichtet.

Geringverdiener treffen häufiger Freunde
Zudem verwenden Menschen mit höherem Einkommen mehr Zeit für Arbeit, Einkaufen, Kindererziehung und andere obligatorische Aktivitäten, die die befragten Frauen mit Anspannung und Stress verbinden. Der prozentuale Anteil der passiven Freizeitgestaltung, etwa die Zeit mit Freunden oder beim Fernsehen, sinkt dagegen mit steigendem Einkommen. (APA/red)