Einer der teuersten Winterstürme: "Kyrill"-Gesamtschaden wird auf 8 Mrd. € geschätzt

Europaweit ließen mindestens 39 Menschen ihr Leben "Lothar" sorgte 1999 für Schaden von 5,9 Mrd. Dollar

Der Orkan "Kyrill" wird die Versicherungsbranche nach Experteneinschätzung insgesamt bis zu acht Milliarden Euro kosten. "Der Wintersturm war der schlimmste Sturm in Europa seit acht Jahren", sagte Peter Dailey, Chef der Forschungsabteilung Atmospheric Science bei der US-Gesellschaft AIR. Damit könnte es sein, dass "Kyrill" in Europa einer der teuersten Winterstürme der Geschichte war.

Durch "Kyrill" verloren europaweit mindestens 39 Menschen ihr Leben, elf davon in Deutschland. Hunderttausende mussten hier zu Lande ohne Strom auskommen. Zahlreiche Straßen waren gesperrt, viele Züge konnten wegen blockierter Gleise nicht fahren.

Bisher galt "Lothar" als teuerster europäischer Wintersturm aller Zeiten. Er hatte 1999 - zu damaligen Preisen - für einen versicherten Schaden von 5,9 Mrd. Dollar (4,6 Mrd. Euro) gesorgt. Der volkswirtschaftliche Schaden lag nach Angaben der Münchener Rück, dem weltweit zweitgrößten Rückversicherer, bei 11,5 Mrd. Dollar.

Zum Vergleich: Der Hurrikan "Katrina", der 2005 die US-Metropole New Orleans zerstörte, belastete die Assekuranzen - als teuerster Sturm aller Zeiten - mit 62 Mrd. Dollar und die Volkswirtschaft mit 129 Mrd. Dollar. (apa)