Einen kleinen Snack zwischen den Wehen? Jogurt, Kekse & Früchte statt Wasser & Eis

Laut Forschern kleine Mahlzeiten für Gebährende gut Keine negativen Auswirkungen auf Baby oder Wehen

Einen kleinen Snack zwischen den Wehen? Jogurt, Kekse & Früchte statt Wasser & Eis

Auch wenn wir's uns nicht wirklich vorstellen können: Wissenschafter sprechen sich für das Essen während der Geburtswehen aus. Andrew Shennan und sein Team vom Londoner King's College gingen der Frage nach, ob es sogar schädlich für Mutter und Kind sein kann, wenn die Gebärende während der mitunter viele Stunden dauernden Geburt nichts zu sich nimmt.

Die Wissenschafter untersuchten 2.426 gesunde Frauen, die erstmals ein Kind zur Welt brachten, und teilten sie in zwei Gruppen. Die erste Gruppe durfte, wie es lange Zeit die gängige Praxis war, nur Wasser trinken, die zweite wurde dazu ermutigt, Brot, Kekse, Früchte, Magerjogurt und Obstsäfte zu konsumieren.

Keine Auswirkung aufs Baby
Bei beiden Gruppen ergab sich fast kein Unterschied, was die spontane vaginale Geburt, die Dauer der Wehen und den Prozentsatz von Kaiserschnitten betrifft. Sogar die Zahl der Frauen, die sich übergeben mussten, war in beiden Gruppen mit jeweils 35 Prozent gleich hoch. Und auf die Babys hatte es keine Auswirkung, ob ihre Mütter während der Geburt etwas knabberten oder nicht.

Essen schadet nicht
Lange Zeit hielten Ärzte Frauen davon ab, während der Wehen etwas zu essen - aus Furcht, im Fall einer plötzlich notwendigen Kaiserschnittgeburt mit Vollnarkose könnten Essenreste in die Lungen gelangen. Derartige Zwischenfälle haben jedoch in den vergangenen Jahren erheblich abgenommen, insbesondere wegen der zunehmend üblichen örtlichen Betäubung. (apa/red)