Eine Frau regt auf: Warum die neue ÖVP- Vizechefin Andrea Kdolsky keinen kaltlässt

NEWS: Wie sie tickt, wer ihre Freunde und Feinde sind BILDER vom Aufreger: Kdolskys Benefiz-Tanzauftritt

Eine Frau regt auf: Warum die neue ÖVP- Vizechefin Andrea Kdolsky keinen kaltlässt

Der schwarze Taifun: Gesundheitsministerin Kdolsky kämpft gegen Raucher, Alkohol und Aids. Warum die VP-Vizechefin keinen kaltlässt, wie sie tickt, wer ihre Freunde und Feinde sind.

Die Gäste der "Clini-Clowns"-Benefizveranstaltung im Wiener Metropol staunen zunächst: "Schau mal, was die da macht", wundern sich die einen, freundlich amüsiert. "Die ist doch bitte Ministerin", konstatieren andere leicht pikiert. Aber nach ihrem kurzen Gastauftritt als Gräfin Mariza erntet Andrea Kdolsky tosenden Applaus.

Keine Frage, die Gesundheits- und Familienministerin und Neo-ÖVP-Vizechefin lässt keinen kalt. Nach ihren ersten hundert Tagen als quirlige Ministerin polarisiert die Fachärztin für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, mehr als alle anderen ihrer Regierungskollegen. In Umfragen punktet sie mit ihrer kecken, offenen Art zunehmend. Nicht zur Freude aller: In ihrem Büro stapeln sich denn auch "Briefe und Mails von Bürgern". Die einen jubeln: "Machen Sie so weiter", die anderen toben: "Sie sind ja eine Kondomministerin". Und so schaffte es Kdolsky, die 44-jährige resolute Frau, auch schon zu mehreren Rücktrittsaufforderungen und sogar zu einem Misstrauensantrag.

Und sie hat noch allerlei neue Kämpfe vor sich: Ein neues hartes Anti-Raucher-Gesetz will sie schon bald umsetzen (Story im aktuellen NEWS), Feldzüge gegen das "Kampftrinken" und gegen Aids fechtet sie aller Kritik zum Trotz weiter aus. Die selbstbewusste Wienerin, die gerne erzählt, dass ihr Lieblingssong "Ich bin Ich" sei, will sich nicht unterkriegen lassen. "Ich möchte schon ein Mensch mit Schwächen bleiben können", sagt sie. Und auch, dass sie sich nicht den Mund verbieten lassen würde, richtet sie aus.

Das hat sie freilich von Beginn an bewiesen. Schon nach ihrer ersten Woche im Amt, als sie bekannte, eine leidenschaftliche Schweinsbratenesserin und auch noch Gelegenheitsraucherin zu sein. Der darauf folgende Sturm der Entrüstung hat sie ein "wenig überrascht",wie sie heute bekennt, aber nicht von weiteren unkonventionellen Auftritten abhalten können. Im Gegenteil: Immer wieder schockierte die ehemalige Spitalsmanagerin Teile ihrer eigenen Partei: Mal, weil sie SPÖ-Frauenministerin Doris Bures in ihrem Bestreben nach mehr Kinderbetreuungseinrichtungen unterstützte, mal, weil sie für eine eingetragene Homo-Partnerschaft plädierte, und dann wieder, weil sie in Schulen höchstpersönlich Kondome an Kinder verteilte. Egal, was die 44-jährige Wienerin auch macht, Schlagzeilen sind ihr sicher.

Warum Andrea Kdolsky für einige Parteikollegen als "potenzielle Zeitbombe" gilt, wer ihr großes Vorbild ist und noch mehr Infos lesen Sie im aktuellen NEWS!