Eine Capitals-Ära endet in Salzburg: Red
Bulls nach knappem 6:5-Erfolg im Finale

Salzburger gewannen Semifinal-Serie souverän 3:0 Wiener nehmen Abschied von Boni, Setzinger & Co.

Eine Capitals-Ära endet in Salzburg: Red
Bulls nach knappem 6:5-Erfolg im Finale

In der Arena Volksgarten ist eine Ära der Vienna Capitals zu Ende gegangen und hat Titelfavorit EC Red Bulls Salzburg den Einzug ins Finale der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) gegen Titelverteidiger Villacher SV fixiert. Die Mozartstädter besiegten die Wiener nach einem dramatischen Spiel mit 6:5 und gewannen die "best of five"-Semifinalserie gegen den Meister des Jahres 2005 klar mit 3:0.

Die Capitals, die in Zukunft ohne Meistermacher und ÖEHV-Teamchef Jim Boni sowie die Leistungsträger Craig, Setzinger und wohl auch Wren auskommen müssen, kämpften auch in der dritten Partie gegen die spielerisch überlegenen "Bullen" aufopferungsvoll, mussten sich aber schließlich nicht zuletzt auf Grund zahlreicher Undiszipliniertheiten und Strafen neuerlich geschlagen geben.

Dabei präsentierten sich die Wiener vor allem in den ersten 10 Minuten bärenstark, gingen verdient durch Werenka in Führung. Danach wanderten die "Caps" aber wieder auf die Strafbank, zog Salzburg durch Tore von Pewal, Lind und Koch auf 3:1 davon. Es war eine Art Vorentscheidung, obwohl Wren im Mittelabschnitt noch auf 2:3 verkürzte.

Zwei Treffer von Kapitän Kalt sowie ein Tor von Trattnig zum 6:3 brachten die Salzburger dann bis zur 45. Minute wieder auf die gerade Siegerstraße. Die Capitals bäumten sich zwar noch ein letztes Mal auf, mehr als die Anschlusstore zum 5:6-Endstand von Latusa und Craig war aber nicht mehr drinnen.

Reaktionen:
Jim Boni (Capitals-Trainer): "Die Strafen waren wieder unser großes Problem. Salzburg ist aber völlig verdient im Finale, hat eine sehr starke Serie gespielt. Der Schlüssel war sicher unsere Niederlage im Heimspiel am Sonntag."

Oliver Setzinger (Capitals-Stürmer): "Wir haben gut angefangen, sind dann aber wie schon die ganze Saison in Unterzahl bestraft worden. Wir sind selbst schuld, haben uns das ganze Jahr mit den vielen Strafen selbst in den Schuh geschossen. Salzburg hatte das nötige Glück, hat aber auch besser gespielt."

Dieter Kalt (Salzburg-Kapitän): "Das wichtigste ist das Endergebnis. Im Finale schaut es heuer anders aus. Im Vorjahr haben wir eine lange Pause gehabt und Villach war voll im Rhythmus. Diesmal ist die Ausgangsposition für beide Mannschaften gleich." (apa/red)