Eine stürmische Begegnung in Japan:
Taifun Melor verbläst die Hauptinsel Honshu

Windgeschwindigkeiten bis zu 198 km/h gemessen Bisher ein Toter - Flugverkehr großteils eingestellt

Eine stürmische Begegnung in Japan:
Taifun Melor verbläst die Hauptinsel Honshu © Bild: Reuters/Kyodo

Mit heftigen Niederschlägen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 198 Stundenkilometern hat der mächtige Taifun "Melor" die japanische Hauptinsel Honshu erreicht. Der Taifun traf in der Präfektur Aichi auf Land. Eine Person wurde getötet, mindestens 18 Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Der Wirbelsturm verursachte schwere Schäden und Überschwemmungen.

Ein 54-Jähriger starb nach einem Unfall: Er war mit dem Motorrad gegen einen umgestürzten Baum geprallt. Der Taifun deckte zahllose Häuser ab, selbst Lastwagen wurden von den Böen umgeworfen. Starker Regen ließ etliche Flüsse über die Ufer treten. In Tokio kam es zu einem Verkehrschaos, weil 200 Flüge und ein Großteil der Nahverkehrsverbindungen ausfielen.

Nach Angaben des öffentlichen Rundfunks wurden in Japan mehr als 9.000 Menschen vor dem Taifun in Sicherheit gebracht. Die Behörden befürchten, dass der Sturm ähnliche Verwüstungen anrichten könnte wie ein Taifun vor 50 Jahren, bei dem mehr als 5.000 Menschen starben.

"Melor" ist der jüngste von mehreren heftigen Taifunen, die in den vergangenen Wochen über Asien hinwegfegten. In Japan starben im August mindestens 25 Menschen durch von dem Taifun "Etau" ausgelöste Erdrutsche und Schlammlawinen. Durch den Sturm "Ketsana" kamen in Vietnam und auf den Philippinen hunderte Menschen ums Leben, in Taiwan starben beim Durchzug des Taifuns "Morakot" mehr als 600 Menschen.

Das letzte Mal, dass ein Taifun in Japan auf Land traf, war im September 2007. Damals kamen drei Menschen ums Leben. Die Behörden warnten die Bevölkerung am Donnerstag vor weiteren heftigen Sturmböen und Niederschlägen. Unterdessen setzte "Melor" seinen Weg mit etwa 45 Kilometern pro Stunde in nordöstlicher Richtung fort.

(apa/red)