Einbürgerungen in Österreich nehmen ab: Anstieg nur in der Steiermark verzeichnet

Herkunftsländer: Türkei vor Bosnien und Serbien top Jänner 2006: Deutsche überholen erstmals Türken

Der Rückgang an Einbürgerungen im vergangen Jahr hat fast alle Bundesländer betroffen. Einzig in der Steiermark gab es 2005 um 12,6 Prozent mehr Einbürgerungen als im Jahr davor. Das größte Minus gegenüber 2004 verzeichnete Tirol mit 26 Prozent auf 2.540 Fälle, gefolgt von Wien (minus 25,2 Prozent, 12.240) und Salzburg (minus 24,4 Prozent, 2.086).

In Vorarlberg (minus 15,7 Prozent, 1.942), Oberösterreich (minus 14,8 Prozent, 5.152) sowie Niederösterreich (minus 4,1 Prozent, 4.915), Kärnten (minus 3 Prozent, 1.534) und Burgenland (minus 1,2 Prozent, 652) waren jeweils unterdurchschnittliche Rückgänge zu verzeichnen.

Unter den insgesamt 138 Herkunftsländern war laut Statistik Austria die Türkei mit 9.562 Eingebürgerten (27 Prozent) absoluter Spitzenreiter.

Aus Bosnien-Herzegowina kamen 7.033 (19,9 Prozent), aus Serbien und Montenegro 6.694 (18,9 Prozent), aus Kroatien 2.277, aus Rumänien 1.130 und aus Mazedonien 997 Neo-Österreicher. Auf Staatsangehörige aus dem EU-Raum entfielen im Vergleich dazu insgesamt 1.089 Einbürgerungen.

28,5 Prozent (10.090) der neuen Staatsbürger wurden bereits in Österreich geboren, während 25.327 Neubürger (71,5 Prozent) zugewandert sind. 20.409 oder 57,6 Prozent der Eingebürgerten waren unter 30 Jahre und 11.285 oder 31,9 Prozent unter 15 Jahre alt.

Deutsche überholen erstmals die Türken
Erstmals waren im Jänner 2006 mehr Deutsche in Österreich beschäftigt als Türken. Nach jüngsten Angaben des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger stieg die Zahl der in der Alpenrepublik arbeitenden Deutschen auf 52.692, jene der Türken ging auf 50.736 zurück.

(apa/red)