Einäscherung verschoben: Haiders Witwe
soll Zweifel an Behördenangaben haben

Laut Medienberichten wurde 2. Obduktion beantragt Böhmdorfer: "Keiner glaubt an ein Attentat oder so"

Einäscherung verschoben: Haiders Witwe
soll Zweifel an Behördenangaben haben © Bild: apa/Gindl

Auf ausdrücklichen Wunsch des verstorbenen Landeshauptmannes Jörg Haider hätte sein Leichnam eingeäschert werden sollen. Doch die Feuerbestattung wurde verschoben. Die "Bestattung Kärnten" bestätigte einen entsprechenden Medien-Bericht. Nun machen Gerüchte über eine zweite Obduktion die Runde.

"Es stimmt, der ursprünglich für Montag angesetzte Termin wurde ohne Angabe von Gründen plötzlich abgesagt", sagte Geschäftsführer Andreas Waldher. Wie die Tageszeitung "Kurier" aus dem engen Umfeld der Familie erfahren hat, soll eine zweite Obduktion an dem bei einem Autounfall tödlich verunglückten Haider vorgenommen werden.

Der "Kurier" berichtet, dass der Witwe Claudia Haider Zweifel an der Unfallversion der Behörden gekommen seien, und sie sich deshalb von einer zweiten Obduktion mehr Klarheit erhofft.

Verabschiedung zu einem späteren Zeitpunkt
Mit der Ausrichtung der Aufbahrung und der Abwicklung der Verabschiedung wurde das Institut "Pax" beauftragt. Gerhard Bajzek vom Bestattungsunternehmen bestätigte laut der Tageszeitung "Kurier" lediglich, dass es der Wunsch der Familie gewesen sei, eine private Verabschiedungszeremonie abzuhalten und dass diese "zu einem späteren Zeitpunkt" stattfindet.

"Keiner glaubt an ein Attentat"
Die Familie hat unterdessen Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer als Rechtsbeistand hinzu gezogen. Dieser verweist alle Verschwörungstheorien in Reich der Ammenmärchen. "Keiner glaubt an ein Attentat oder so", wird er im "Kurier" zitiert.

Die neuerlichen Untersuchungen sollen aber angeblich vorsichtshalber im Ausland durchgeführt werden. (apa/red)