"Ein Verkauf kommt keinesfalls in Frage": Faymann erteilt ÖBB-Privatisierung Absage

Auch Aufsichtsrats-Chef Pöchhacker gegen Verkauf Absage an ÖVP und Bahnchef Martin Huber

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bleiben zu 100 Prozent im Staatsbesitz. Das stellte Verkehrsminister Werner Faymann einmal mehr klar und erteilte damit Privatisierungswünschen von ÖVP und Bahnchef Martin Huber eine klare Absage. Unterstützung erhält er dabei vom neuen ÖBB-Aufsichtsratschef Horst Pöchhacker.

"Ein Verkauf kommt keinesfalls in Frage", betonte der Minister. Und an die Adresse von Huber: "Ob es zu einer Privatisierung kommen wird oder nicht, ist Entscheidung des Eigentümers." Gegenüber dem "WirtschaftsBlatt" betonte er außerdem, dass, wenn überhaupt, nur eine Privatisierung des Güterverkehrs denkbar wäre - auch dies jedoch "sicher nicht in dieser Legislaturperiode". Und er erklärte laut Zeitung, man solle die "40.000 Mitarbeiter nicht durch Privatisisierungsdrohungen schrecken".

Huber hatte bei einem Sommergespräch vor Journalisten gesagt, dass sowohl Personen- als auch Güterverkehr "in zwei bis drei Jahren" fit für eine Privatisierung seien, dabei allerdings bereits auf die Entscheidungshoheit des Eigentümers verwiesen. Hintergrund der neu aufgewärmten Diskussion ist die bereits von der deutschen Regierung beschlossene Privatisierung des Güterverkehrsbereichs der Deutschen Bahn. Sie soll 2009 an die Börse gehen. (APA/red)