Ein Sieg, drei Niederlagen für Österreich: Heimerfolg für die Schwaiger-Schwestern

Drei Verliererteams stehen jetzt unter Zugzwang Schwaigers besiegten das griechische Team 2:0<br>DURCHKLICKEN: Die besten BILDER aus Klagenfurt

Ein Sieg, drei Niederlagen für Österreich: Heimerfolg für die Schwaiger-Schwestern

Der Hauptbewerb des Beach-Volleyball-Grand-Slam-Turniers in Klagenfurt hat bei herrlichem Sommerwetter mit einem Sieg und drei Niederlagen für die österreichischen Vertreter begonnen. Nach zwei Niederlagen von Christina Gschweidl/Barbara Hansel und Alexander Huber/Felix Bläuel sorgten Stefanie und Doris Schwaiger für den ersten Heimerfolg am Wörthersee. Sara Montagnolli-Ebenbichler/Sabine Swoboda kassierten nach hartem Kampf eine 1:2-Niederlage.

Die Schwaiger-Schwestern haben damit schon einen großen Schritt Richtung Aufstieg getan, die unterlegenen ÖVV-Teams standen in den folgenden zwei Gruppenspielen schon unter Zugzwang.

Gschweidl/Hansel, die durch eine Wild Card in den Hauptbewerb gekommen waren, wehrten sich gegen die dreimaligen Weltmeisterinnen Walsh/May-Treanor zum Turnierauftakt zwar tapfer, unterlagen den aktuellen Olympiasiegerinnen und Weltmeisterinnen aber schließlich nach nur 30 Minuten deutlich mit 0:2 (10,11).

Auch die jungen Österreicher Alexander Huber/Felix Bläuel hatten es zu Beginn mit einem harten Brocken zu tun bekommen. Die U23-Europameister mussten am schon am Vormittag fast vollständig gefüllten Center Court gegen die Olympiasieger Emanuel/Ricardo aus Brasilien antreten. Lokalmatador Huber und sein Wiener Partner boten den Vorjahresfinalisten vor allem im ersten Satz Paroli (16:21), der zweiten Durchgang (11:21) war dann auch durch einige Eigenfehler der Österreicher begünstigt eine klare Angelegenheit für die topgesetzten Brasilianer, die sichtlich locker und noch nicht mit dem letzten Nachdruck aufspielten.

"Es war schon immer mein Traum, am Center Court zu spielen. Wir waren nervös, aber es gab einige spektakuläre Ballwechsel. Wir haben zu viele Eigenfehler gemacht. Es war aber trotz der Niederlage eine tolle Erfahrung", meinte der 22-jährige Feldkirchner Alexander Huber. Bläuel nannte die Olympia-Qualifikation 2012 als großes Karriereziel, merkte aber selbstkritisch an, dass ihnen dazu "noch einiges fehlt".

Die Schwaiger-Schwestern trafen in ihrem Auftaktspiel auf die Griechinnen Efthalia Koutroumanidou/Maria Tsiartsiani und sorgten für den ersten österreichischen Erfolg beim diesjährigen Turnier. Die Niederösterreicherinnen gewannen mit 2:0 (15,19), hatten dabei aber vor allem im zweiten Satz hart zu kämpfen. Nach einer klaren 11:2-Führung kamen die Griechinnen wieder auf einen Punkt heran und hielten bis zum Satzende dagegen.

"Das passiert uns in letzter Zeit öfter, wir holen eine großen Vorsprung heraus und lassen unsere Gegner dann wieder herankommen - da wird man dann nervös, heute haben wir aber im Gegensatz zur WM in Gstaad doch noch gewonnen", meinte die 22-jährige Doris. "So viele Blocks habe ich noch nie gehabt, ich weiß gar nicht wie das gegangen ist", kommentierte die um zwei Jahre jüngere Stefanie ihre gute Arbeit (acht erfolgreiche Blocks) am Netz.

Danach kam zum ersten Duell auf der World Tour zwischen Montagnolli/Swoboda und den Lettinnen Inguna Minusa/Inese Jursone. Die beiden Teams lieferten sich einen sehenswerten Schlagabtausch und nach Satzgleichstand hatten die Osteuropäerinnen mit 15:13 das bessere Ende für sich. "Im zweiten Satz gab es einige unglückliche Situationen. Wir haben uns nach Rückstand wieder zurückgekämpft, sie haben dann aber sehr gut serviert. Die Niederlage ist ärgerlich, aber die Leistung hat gepasst", stellte die Tirolerin Montagnolli klar.

Die Damen bestritten am Donnerstag noch jeweils zwei weitere Gruppenspiele. Die Herren sind am Donnerstagnachmittag je einmal im Einsatz.