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Ein Monat nach Brückeneinsturz - Tränen bei Trauerfeier in Genua

Bürgermeister: "Das ist unser Ground Zero"

Mit einer Schweigeminute hat die Stadt Genua am Freitag um 11.36 Uhr des Einsturzes der Morandi-Brücke vor genau einem Monat - am 14. August - gedacht. 43 Menschen kamen bei der Katastrophe ums Leben, 600 wurden obdachlos. "Der Brückeneinsturz ist Genuas Ground Zero", sagte der Bürgermeister der Stadt, Marco Bucci.

Tausende Menschen versammelten sich vor den Überresten des eingestürzten Viadukts. Angehörige der Toten legten Blumen nieder, viele Anwesenden hatten Tränen in den Augen. An der Schweigeminute beteiligten sich Dutzende Einsatzkräfte der Rettungsmannschaften, die am Unglückstag Überlebende und Leichen geborgen hatten. Die Fahnen wurden als Zeichen der Trauer auf Halbmast gehisst. Die Glocken der Kirchen läuteten, im Hafen ertönte eine Sirene. Die Geschäfte wurden geschlossen. Taxi und Busse blieben stehen.

"Für uns Genueser ist der Einsturz der Morandi-Brücke eine schreckliche Tragödie, wie Ground Zero für New York. Heute trauern wir um die Todesopfer, denken aber gleichzeitig an den Wiederaufbau des Viadukts, damit Genua aus dieser Tragödie stärker hervorgehen kann", sagte Bucci. Eine weitere Gedenkzeremonie ist für 17.30 Uhr auf dem zentralen Platz De Ferrari in Anwesenheit des italienischen Premiers Giuseppe Conte geplant.