"Ein weißer Mann in den Vierzigern": Polizei entdeckt Verdächtigen auf einem Video

Times Square: Videomaterial wird ausgewertet Bekennervideo der Taliban für unglaubwürdig erklärt

"Ein weißer Mann in den Vierzigern": Polizei entdeckt Verdächtigen auf einem Video © Bild: AP/Goldman

Nach dem vereitelten Bombenanschlag auf den New Yorker Times Square fahnden Ermittler nach einem Verdächtigen. Der Unbekannte im Alter zwischen 40 und 50 Jahren war bei der Auswertung von Überwachungsvideos und Aufnahmen eines Touristen im Umkreis der Autobombe aufgefallen. Auch der Besitzer des Tatfahrzeugs soll verhört werden. Ein Bekennervideo eines Taliban-Sprechers zu dem gescheiterten Anschlag erklärte die Polizei für unglaubwürdig.

Auf den am Sonntag veröffentlichten Aufnahmen der Überwachungskameras ist zu sehen, wie ein Mann in der Nähe des Tatautos sein Hemd auszieht und es verstohlen in eine Tasche steckt. Dann dreht er sich um und schaut auf den Geländewagen, aus dem zu diesem Zeitpunkt bereits Qualm aufstieg. Die Nummernschilder des Autos waren nach Angaben der Polizei ausgetauscht worden. Sie gehörten eigentlich zu einem anderen Fahrzeug, das in einer Werkstatt in Connecticut entdeckt wurde. Der Besitzer des Tatfahrzeugs sei aber bereits identifiziert, teilte die Polizei mit.

Von Straßenhändler entdeckt
Die Ermittler müssen nach eigenen Angaben noch Hunderte Stunden von Videomaterial aus Überwachungskameras vom Times Square auswerten. Der weltbekannte Platz wurde am Samstagabend für zehn Stunden gesperrt. Der Sprengsatz, der nicht funktionierte, wurde von einem Straßenhändler entdeckt, der die Polizei alarmierte.

Nach dem gescheiterten Anschlag wurde im Internet ein Video veröffentlicht, auf dem ein selbst erklärter Sprecher der pakistanischen Taliban "volle Verantwortung für den jüngsten Angriff in den USA" übernimmt. Das Video wurde von der US-Expertengruppe SITE, die militante Websites überwacht, auf YouTube entdeckt.

Weitere Taliban-Drohvideos
In zwei weiteren Videobotschaften drohte unterdessen der totgeglaubte Taliban-Führer Hakimullah Mehsud mit Anschlägen in den USA. Die auf den Monat April datierten Videos wurden am Wochenende von der US-Organisation IntelCenter bekanntgemacht und als echt eingestuft. In einem der beiden Filme weist Mehsud ausdrücklich Berichte zurück, wonach er Ende Jänner nach einem US-Raketenangriff im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet ums Leben kam. Das hatte die pakistanische Regierung erklärt, ein Geheimdienstmitarbeiter äußerte allerdings bereits in der vergangenen Woche Zweifel an Mehsuds Tod.

In einem auf den 4. April datierten Video erklärte der Taliban-Chef: "Sehr bald, in ein paar Tagen oder in einem Monat, werden die Muslime die Früchte höchst erfolgreicher Anschläge unserer Fedayin in den USA sehen." Ein zweiter, auf den 19. April datierter Film zeigt ein Foto Mehsuds neben einer Karte der Vereinigten Staaten, auf der symbolisch drei Explosionen abgebildet sind. Die betroffenen Orte sind allerdings nicht zu identifizieren.
(apa/red)

Überwachungsvideo mit dem Verdächtigen:

Kommentare

rechte szene amerikas ich denke,dass das die stümperhaften neonazis aus den usa waren,denn die muftis hätten das professioneller über die bühne gebracht...!

Angriff unter falscher Flagge "Konkrete Hinweise auf eine Täterschaft pakistanischer Taliban gab es zunächst aber nicht."

Das ist wieder einmal eine reine Propagandaaktion um den Angstlevel der Bevölkerung zu erhöhen! Normalerweise bekennen sich sofort nach einem Anschlag(-versuch) die Täter - hier gibt es aber nur vage Vermutungen.
Die bravengekauften Massenmedien machen natürlich sofort mit und bauschen alles Seitenlang auf (z.B. orf.at) ...

Das einzige, das dieser lachhafte Amateurstreich bringt, ist dass die USA nun offiziell mit ihrem "neuen Täterprofil"- Weiss, mitte 40, beginnt das klassische Täterprofil auszuweiten und immer mehr Menschen zu potenziellen Terroristen zu machen.

Bei uns in Österreich leben ja auch 8,4 Mio. Terroristen. Und du bist einer davon ...

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