"Ein Jahr BZÖ": Die Suche nach einem Spitzenkandidaten für die Wahl geht weiter

Von Ex-FP-Politikern hagelt es nur Absagen Riess-Passer tritt "mit absoluter Sicherheit" nicht an

Die Frage der BZÖ-Spitzenkandidatur bei den Nationalratswahlen im Herbst ist weiter offen. Auch wenn sich der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider jetzt plötzlich wieder in "Pole-Position" sieht, wurde in BZÖ-Kreisen vor allem spekuliert, dass ein Ex-FPÖ-Politiker auf die politische Bühne zurückkehren könnte. Bei den prominentesten ehemaligen freiheitlichen Spitzenpolitikern gibt es allerdings nur Absagen.

Dem früheren FPÖ-Klubobmann und nunmehrigen Magna-Manager Peter Westenthaler wird "Heimweh" in die Politik nachgesagt. Seit Wochen ist von ihm jedoch zu hören, eine Spitzenkandidatur komme für ihn derzeit nicht in Frage. "Die Rahmenbedingungen stimmen nicht." In dieser Frage gebe es auch keine Gespräche zwischen ihm und der BZÖ-Spitze.

Von der ehemaligen Vizekanzlerin und nunmehrigen Wüstenrot-Chefin Susanne Riess-Passer kommt ebenfalls ein kategorisches Nein. "Ich werde mit absoluter Sicherheit nicht Spitzenkandidatin des BZÖ. Wenn Sie wollen, gebe ich auch eine notarielle Erklärung ab", so die Ex-Politikerin auf APA-Anfrage. "Am Wahlkampf werde ich garantiert nicht teilnehmen."

Aus dem Kreis der aktiven BZÖ-Politiker wurden zuletzt als mögliche Kandidaten für die Spitzenkandidatur Klubobmann Herbert Scheibner und Bündnis-Sprecher Uwe Scheuch genannt. Ob Vizekanzler Hubert Gorbach noch "im Rennen" ist, bleibt unklar, nachdem er bereits im Vorjahr seinen Wechsel in die Privatwirtschaft angekündigt hatte. Und die schwangere Justizinisterin Karin Gastinger, die über hervorragende Umfragewerte verfügt, sagte in der Vorwoche in einem "Falter"-Interview zur Frage nach einer Spitzenkandidatur: "Das wird sich nicht ausgehen. Zur Zeit des Wahlkampfs werde ich ein ganz, ganz kleines Kind haben." (apa)