Ein Hotel aus Holz, Schilf und Lehmputz:
Ökologisches Beherbergungsprojekt

Nur die Tiefgarage wird aus Beton bestehen Bis 2007 soll das Hotel in Heiligenkreuz fertig sein

Ein Hotel aus Holz, Schilf und Lehmputz:
Ökologisches Beherbergungsprojekt

Holz, Schilf und Lehm sollen die Bestandteile eines neuen Hotels, südlich von Graz, sein. Das "nachhaltige" Hotel soll Tagesausflügler in die Marktgemeinde Heiligenkreuz am Waasen im Bezirk Leibnitz locken. Das erste steirische Holz-Ökohotel in Passivbauweise soll 2007 fertig gestellt sein, wie Betreiber, Bauausführer und Planer am Mittwoch bei der Projektvorstellung in Graz erklärten.

Laut Planer Wolfgang Schille werde bei dem Hotel nur die Tiefgarage für 22 Pkw aus Beton sein. Für alles andere werde Holz verwendet, die Zwischenwände entstünden zum Teil aus Lehmputz, zwei Suiten komplett aus Zirbenholz, das Dach aus Schilf, der Strom komme von einer Solaranlage. Das Grundstück wurde außerdem von einem Geomanten auf Wasseradern und andere Störfaktoren untersucht - und für gut befunden. Gebaut wird das Hotel mit 52-Betten in 26 Doppelzimmern "jenseits des Hühnerberges", knapp 20 Kilometer von der Landeshauptstadt entfernt, im topographischen Schnittpunkt zwischen Wein- und Vulkanland.

Alles aus Holz
Für Landesrat Johann Seitinger (V), nach Eigendefinition "erklärter Anhänger" von Holzbauweisen, könne mit diesem Baustoff jeder Wunsch erfüllt werden, "angefangen von der Bautechnologie über die Lebens- und Wohnqualität bis hin zum Brandschutz". Mit dem Hotel erfülle sich der Gastronom Franz Eccher - Österreichs größter privater Lipizzaner-Züchter - einen lange gehegten Wunsch für die Südoststeiermark. Eccher: "Viele Tagesausflügler möchten gerne länger bleiben, aber dafür fehlen die Bettenkapazitäten. Acht Gemeinden der Region Stiefing unterstützen das Projekt - ab Frühjahr 2007 wird gebaut."(apa/red)