EHEC von

Massive Folgeschäden befürchtet

SPD-Gesundheitspolitiker warnt nach Epidemie - Spendenorgane benötigt?

EHEC - Massive Folgeschäden befürchtet © Bild: APA/DPA/Murat

Auch wenn der Höhepunkt der EHEC-Epidemie überstanden ist, gibt es keine Entwarnung. Immer noch sind mehr als 4.000 Menschen allein in Deutschland erkrankt und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt nun vor den massiven Folgeschäden.

"Etwa 100 Patienten sind so stark nierengeschädigt, dass sie ein Spenderorgan brauchen oder lebenslang zur Dauerdialyse müssen", wartet SPD-Politiker Karl Lauterbach laut bild.de mit neuesten Schock-Erkenntnissen in der EHEC-Krise auf.

Neben diesen schockierenden Aussichten warnt der Gesundheitsexperte außerdem vor weiteren Infektionswellen: "EHEC-Erreger sind weltweit auf dem Vormarsch", so Lauterbach. Es könne außerdem künftig immer wieder zu Ausbrüchen kommen.

Langer Meldeweg Schuld an Ausbreitung?
Ein Grund für die starke Ausbreitung ist für den SPDler der Meldeweg einer EHEC-Erkrankung – nämlich per Post. Er fordert die Spitäler auf, in Zukunft jeden Fall sofort per Mail zu melden und kündigt eine Untersuchung im Gesundheitsausschuss an. Mindestens eine Woche dauert nämlich derzeit die Meldekette vom Gesundheitsamt über das Landesgesundheitsamt an das dafür zuständige Robert-Koch-Institut.

EU beschließt Hilfspaket
EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos setzt indes nach der Entwarnung für Tomaten, Salat und Gurken auf eine wieder steigende Nachfrage nach Gemüse und hofft, dass der Markt sich schnell wieder erholt. Am Dienstag wird eine Zustimmung der Mitgliedsstaaten zum 210-Millionen-Euro-Hilfspaket der Kommission für Landwirte erwartet. Die ersten Hilfen könnten bereits im Juli ausgezahlt werden.