Profil-Wahl von

Edward Snowden
ist "Mensch des Jahres"

profil: "Bewusstsein für die Verletzlichkeit des virtuellen Lebens geschaffen"

Profil-Wahl - Edward Snowden
ist "Mensch des Jahres" © Bild: 2013 AFP/Getty Images

Die Redaktion des am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazins "profil" hat den amerikanischen NSA-Whistleblower Edward Snowden zum "Menschen des Jahres" gekürt.

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Snowden habe "mehr als irgendjemand sonst ein Bewusstsein für die Verletzlichkeit des virtuellen Lebens geschaffen, das Millionen und Abermillionen von Menschen mit sorgloser Naivität neben ihrem echten führen", begründet "profil" laut Vorausmeldung seine Entscheidung: "Mehr als irgendjemand hat er den seit 9/11 steigenden staatlichen Anspruch, alle bürgerlichen Freiheiten dem Diktat einer immerwährenden Terrorabwehr zu unterwerfen, als autoritäre Anmaßung entlarvt. Und mehr als irgendjemand hat er Anstoß dazu gegeben, das Internet als mittlerweile existenziellen Bereich des Daseins zu hinterfragen und neu zu definieren."

Zudem habe der 30-jährige Computertechniker seine Enthüllungen über den allumfassenden Überwachungsapparat der USA mit einem hohen Preis bezahlt - der eigenen Freiheit.

Kommentare

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Ich bin gespannt, wann in den Medien endlich klar gemacht wird, dass der Snowden kein "guter Mensch" ist, sondern schlicht und einfach ein "Geheimnisverräter" ist und somit nach geltendem internationalen Recht ein Schwerverbrecher! Staatsgeheimnisverräter wurden nicht zu unrecht früher mit dem Tod bestraft! (Ob das Ergenis nun positiv ist, oder auch nicht!) Verbrecher ist Verbrecher!

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Naja, die Aufdeckung von eklatanten Brüchen der Menschenrechte scheint mir da doch das höhere Rechtsgut und die gelten seit 1948 auch für die Amerikaner, überdies unter Federführung von Frau Roosevelt.Die NSA hat ihren Beitrag zu Morden geleistet,mit Drohnen von keinem Gerichtsbeschluß gedeckt,Menschenleben retten ist was anderes als Wildfremde ohne Untersuchung und Urteil umzubringen. Und Verbrecher sind für mich die, die Menschen ohne Richter,entführen,foltern und töten,Leute auf fremden Hoheitsgebiet ohne Kriegserklärung ermorden und die ihre Verbrechen noch zudecken,indem einer,ders aufdeckte (beispielsweise Manning) dafür 35 Jahre erhält.
Schlicht und einfach lässt sich also definitiv nur eines sagen, nämlich, dass unzweifelhaft ist, wo die meisten mit dem größten Klescher sitzen, in God's own loony bin.Und die Welt schaut der frechen Randale widerspruchslos zu.

Und ob Snowden ein "guter Mensch" ist vermag ich nicht zu sagen, aber er und noch ein paar wenige sind die letzten Exemplare eines besseren Amerika, das schon lange am Absterben ist.

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