Edelstahlhersteller wagt den Börsengang: Breitenfeld-Aktien für 28-36 Euro pro Stück

Der Schritt soll rund neue 100 Arbeitsplätze schaffen Hoffen auf Verdoppelung der Produktionskapazitäten

Edelstahlhersteller wagt den Börsengang: Breitenfeld-Aktien für 28-36 Euro pro Stück

Der steirische Edelstahlhersteller Breitenfeld wird für 28 bis 36 Euro je Aktie an die Börse gehen. Der Börsengang hat inklusive Mehrzuteilungsoption ein Volumen von 209 bis 270 Mio. Euro. Die Zeichnungsfrist läuft bis 29. November. Die Erstnotiz wird voraussichtlich am 3. Dezember erfolgen.

Über eine Kapitalerhöhung von bis zu vier Millionen neuen Aktien werden von den Erlösen aus dem Börsengang 112 bis 144 Mio. Euro in das Unternehmen fließen. Der Rest geht an die Altaktionäre. Sie verkaufen bis zu 2,5 Millionen Aktien und - bei entsprechender Nachfrage - über eine Mehrzuteilungsoption (Green Shoe) noch bis zu 975.000 weitere Aktien.

Firmenchef Jurak ist von gutem Börsengang überzeugt
Hauptaktionär und Firmenchef Rudolf Jurak wagt den Schritt trotz verunsicherten Weltbörsen noch dieses Jahr: "Es stimmt, dass das Umfeld volatil ist - wir sind dennoch überzeugt, dass wir einen guten Börsengang absolvieren können", so Jurak.

Nach dem IPO (Initial Public Offering) wird Jurak über die Privatstiftung Fides auf etwa 30 Prozent der Anteile kommen, Vorstand Herbert Buhl über die Privatstiftung Fortis auf 10,7 Prozent und der deutsche Mittelstandsfinanzierer DZ Equity Partner auf 5,8 Prozent. Der Streubesitz wird damit bei 53,2 Prozent liegen.

100 neue Arbeitsplätze durch Emissionserlösen
Mit den Emissionserlösen will Breitenfeld bis Ende 2008 um 53 Mio. Euro ein neues Stahlwerk und um 40 Mio. Euro eine neue Schmiede errichten. Die Produktionskapazitäten sollen sich dadurch von derzeit 170.000 auf 300.000 Tonnen nahezu verdoppeln. Dabei sollen rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen, hieß es. Zuletzt kam das Unternehmen auf knapp 370 Mitarbeiter. (apa/red)