Musikpreis-Eklat von

Echo ohne "Frei.Wild"

Nominierung von politisch umstrittener Südtiroler Band hatte für viel Unmut gesorgt

"Frei.Wild"-Frontman Philipp Burger. © Bild: imago/STAR-MEDIA

Nun haben die "Echo"-Verantwortlichen in der Causa "Frei.Wild" also doch noch eingelenkt. Nachdem die Bands Kraftklub und Mia. als Protest gegen die Mit-Nominierung der als "rechts" geltenden Südtiroler Rocker ihre Teilnahme an dem deutschen Musikpreis freiwillig abgesagt hatten, zog die "Deutsche Phono-Akademie" nun die Reißleine.

"Wir haben in den letzten Tagen heftige Kontroversen um die Nominierung von Frei.Wild, die auf Basis der Charts-Auswertung erfolgte, erlebt, die den gesamten Echo und damit auch alle anderen Künstler und Bands überschatten", so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), Florian Drücke in einer Mitteilung. Der Echo solle nicht zum Schauplatz einer politischen Debatte gemacht werden, so Drücke sinngemäß. Aus diesen Gründen habe man sich entschieden, die eigentlichen Nominierungs-Kriterien (Höhe der Verkaufszahlen) zu umgehen und "Frei.Wild" von der Veranstaltung auszuschließen.

Zuvor hatten die - ebenfalls in der Kategorie "Rock/Alternative National" berücksichtigten - Bands Kraftklub und MIA. ihre Nominierungen aus Protest freiwillig zurückgezogen. Zudem löste die Tatsache, dass die Italiener "Frei.Wild" überhaupt in der Sparte "National" antreten durften Irritationen aus. Die ausgeschlossene Band selbst gibt sich auf ihrer Facebook-Seite indes betont gelassen: "Echo vom Echo!!! Wir wünschen allen verbleibenden Bands viel Spaß und freuen uns auf die Tour. Danke dennoch jedem Einzelnen für eure Unterstützung. Zum Glück haben wir noch keine Flüge gebucht :)"

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