Tödlicher Virus von

Ebola: Zahl der Todesopfer
auf über 5.000 gestiegen

Beruhigung in Guinea und Liberia - Situation in Sierra Leone verschlimmert sich

Ebola: Helfer bekämpfen die Seuche in Sierra Leone. © Bild: REUTERS/Josephus Olu-Mamma

Die tödliche Seuche Ebola hat in Westafrika schon mehr als 5.000 Todesopfer gefordert, wie die Weltgesundheitsorganisation am Mittwoch in Genf mitteilte. Insgesamt gebe es seit Bekanntwerden des Ausbruchs der Seuche im März 14.098 bestätigte Ebola Infektionen und 5.160 Todesfälle. Es gibt der WHO zufolge jedoch Anzeichen dafür, dass die Zahl neuer Fälle in Guinea und Liberia landesweit nicht mehr steigt.

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In Sierra Leone hingegen sei weiterhin eine "starke Zunahme" der Krankheitsfälle zu verzeichnen, teilte die Organisation mit. Da viele Krankheitsfälle nicht den Behörden gemeldet werden, gehen Experten davon aus, dass die Dunkelziffer der Todesfälle noch höher liegt als von der WHO angenommen. Liberia ist das von der Seuche am schlimmsten betroffene Land. Etwa die Hälfte der Krankheitsfälle und Opfer entfallen laut WHO auf den kleinen westafrikanischen Staat.

Mali: Zwei neue Todesfälle

Auch aus dem weiter nördlich liegenden Mali wurden am Mittwoch zwei neue Ebola-Todesfälle gemeldet. Die Regierung hatte erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben, das Land sei nach nur einem Todesfall wieder völlig Ebola-frei.

US-Krankenschwestern streiken

Krankenschwestern in 15 US-Staaten haben unterdessen wegen mangelnden Schutzes gegen Ebola gestreikt. Nach Angaben der National Nurse Union vom Mittwoch beteiligten sich rund 100.000 Schwestern an der Protestaktion. Auch vor dem Weißen Haus habe eine Gruppe Krankenschwestern protestiert.

Die Schwestern fordern vor allem bessere Schutzkleidung und bessere Gesichtsmasken bei der Behandlung von Ebola-Patienten. In den vergangenen Wochen waren zwei Schwestern nach der Behandlung von Ebola-Patienten in Texas erkrankt, sind unterdessen aber genesen.

Notstand in Liberia aufgehoben

Liberia hebt den wegen der Ebola-Epidemie verhängten Notstand wieder auf. Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf sagte am Donnerstag im staatlichen Rundfunk, sie werde den im August verhängten Ausnahmezustand nicht verlängern. Mali verschärfte unterdessen nach dem Ebola-Tod eines Krankenpflegers die Gesundheitskontrollen an seiner Grenze.

Hoffnung verbreitete die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen: Sie will nach eigenen Angaben im Dezember an drei ihrer sechs Behandlungszentren in Westafrika Therapien zur Heilung der Infektionskrankheit erproben.

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