Tödliche Seuche von

Ebola: Entwarnung in Oberösterreich

Zwei aus Nigeria eingereiste Männer wiesen nach ihrer Ankunft Symptome auf

Ebola-Untersuchung in Berlin. © Bild: REUTERS/Thomas Peter

In den beiden Ebola-Verdachtsfällen in Oberösterreich hat es Dienstagabend Entwarnung gegeben. Das teilte Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) als Gesundheitsreferent unter Berufung auf das telefonisch vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg übermittelte Laborergebnis der Blutproben mit. Auch das Gesundheitsministerium teilte mit: "Das Testergebnis war in beiden Fällen negativ".

Auch das Gesundheitsministerium teilte Dienstagabend mit: "Das Testergebnis war in beiden Fällen negativ".

Die beiden nigerianischen Männer waren am Mittwoch der vergangenen Woche im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit aus Lagos über Dubai nach Österreich gereist. Danach trat bei ihnen Fieber auf. Gemäß den Alarmplänen kontaktierte die praktische Ärztin den Amtsarzt des Bezirkes. Anschließend wurden die beiden Patienten in einem "Infektionstransport" vom Roten Kreuz in das zuvor informierte Spital in Vöcklabruck gefahren und in einem Isolierzimmer untergebracht. Nunmehr wurde auch im Spital Entwarnung gegeben.

Entwarnung auch in Berlin

Auch ein Verdachtsfall auf Ebola in Berlin hat sich nicht bestätigt. Das Universitätskrankenhaus Charite teilte am Dienstagabend mit, alle Tests zum Nachweis auf Ebola seien bei der betroffenen Patientin negativ. Die 30-jährige Frau hatte am Dienstag in einem Berliner Job-Center einen Kollaps erlitten und war vorsichtshalber in die Charité gebracht worden.

Die Diagnose lautet nun auf Malaria-Infektion. "Der Patientin geht es den Umständen entsprechend gut", erklärte der Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie der Charite, Norbert Suttorp, in einer Mitteilung.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich ein Ebola-Verdachtsfall in Tirol nicht bestätigt, auch in anderen europäischen Ländern werden immer wieder Menschen wegen des Verdachts auf die tödliche Infektion unter Quarantäne gestellt.

Todeszahlen steigen stetig

Das Ebola-Virus ist in Westafrika weiter auf dem Vormarsch: Allein vom 14. bis einschließlich 16. August starben 84 weitere Menschen an dem tödlichen Erreger, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in Genf mitteilte. Damit stieg die Opferzahl in Liberia, Sierra Leone, Guinea und Nigeria auf insgesamt 1229.

Am schwersten von der Ebola-Epidemie betroffen ist laut WHO Liberia mit 53 weiteren Toten und 48 neuen Infizierten. Insgesamt starben in dem Land demnach bisher 466 Menschen, doch gehen die Experten davon aus, dass die WHO-Zahlen niedriger sind als die tatsächlichen.

Unterdessen tauchten 17 nach der Erstürmung und Plünderung einer Isolierstation für Ebola-Kranke in Liberias Hauptstadt Monrovia geflohene Patienten wieder auf. Die Vermissten hätten sich in einem Krankenhaus der Hauptstadt gemeldet, sagte Informationsminister Lewis Brown. In der Nacht auf Sonntag hatte eine Menge überwiegend junger Leute im Armenviertel West Point die kürzlich in einer Schule eingerichtete Krankenstation gestürmt.

Kommentare

Seite 1 von 1