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Ebola: Obama schickt 3.000 Soldaten

Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates geplant. Bereits über 2.400 Ebola-Tote.

Epidemie - Ebola: Obama schickt 3.000 Soldaten © Bild: REUTERS/David W Cerny

Im Kampf gegen Ebola will US-Präsident Barack Obama rund 3.000 Soldaten nach Westafrika schicken. Die Einsatzkräfte sollen in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden 17 Kliniken mit je 100 Betten für Ebola-Patienten in Liberia, Guinea und Sierra Leone bauen, hieß es am Montagabend (Ortszeit) aus Regierungskreisen in Washington.

Obama wollte sich am Dienstag am Sitz der Seuchenkontrollbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) in Atlanta mit Experten treffen. Für Donnerstag ist eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates zur Ebola-Epidemie geplant.

USA will Kliniken aufbauen

Eigentlich ist das mächtigste UN-Gremium für Frieden und Sicherheit zuständig. "Ich muss nicht erwähnen, wie ungewöhnlich eine Debatte des Sicherheitsrates zu einer Gesundheitskrise ist", sagte US-Botschafterin Samantha Power. "Aber im Moment ist es wichtig, dass der Rat über den Stand der Epidemie spricht." In der Sitzung soll es auch um weitere Hilfe der 193 UN-Mitgliedsstaaten für die Krisenregion gehen.

Die USA wollen neben dem Aufbau von Kliniken in den kommenden sechs Monaten pro Woche bis zu 500 Pflegekräfte im Umgang mit Ebola schulen sowie Medikamente und Desinfektionsmittel an Tausende Haushalte verteilen. In der liberianischen Hauptstadt Monrovia solle eine Kommandozentrale errichtet werden.

Infizierter Arzt auf dem Weg der Besserung

In den Vereinigten Staaten selbst ist ein 51 Jahre alter Ebola-Patient auf dem Weg der Besserung. Der Mann mache Fortschritte, teilte das Nebraska Medical Center in Omaha am Montag mit. Er war Anfang September in die Klinik gebracht worden. Zuvor hatte sich der US-Bürger im westafrikanischen Liberia, wo er als Missionar und Arzt arbeitete, mit Ebola angesteckt. Über einen weiteren erkrankten US-Bürger gab es zunächst keinerlei Informationen.

Nach Angaben der WHO stieg die Zahl der bestätigten oder Verdachtsfälle bis Freitag auf 4.784. Mehr als 2.400 Menschen starben den Statistiken zufolge an dem Virus - die meisten davon in Guinea, Liberia und Sierra Leone. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen.

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