Karibik von

Ebola - Kreuzfahrtschiff
auf Irrfahrt durch Karibik

Passagierin kam in US-Krankenhaus mit Ebola-Proben in Kontakt - Frau in Quarantäne

Ein Kreuzfahrtschiff © Bild: Thinkstock

Wegen der Angst vor Ebola ist ein Kreuzfahrtschiff auf einer Irrfahrt durch die Karibik. An Bord der "Carnival Magic" befindet sich eine Frau, die als Krankenhausangestellte in den USA mit Ebola-Proben in Kontakt gekommen sein soll. Am Freitag erhielt das Kreuzfahrtschiff keine Erlaubnis, die mexikanische Insel Cozumel nahe dem Badeort Cancún anzulaufen.

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Am Tag zuvor wiesen bereits die Behörden im benachbarten Belize die "Carnival Magic" ab. Zuletzt hatte das Kreuzfahrtschiff am 15. Oktober in Honduras festgemacht. Es werde nun direkt in die Vereinigten Staaten zurückkehren, um pünktlich am Sonntag wieder in Galveston im US-Bundesstaat Texas anzukommen, teilte das Unternehmen Carnival Cruise Lines mit.

Frau steht unter Quarantäne

US-Außenminister John Kerry hatte wegen des Falls am Donnerstag mit dem Premierminister von Belize, Dean Barrow, telefoniert. Die USA hätten gehofft, dass die Frau von Bord und zurück nach Hause kommen könne, teilte das State Department in Washington mit. Das sei aber leider nicht der Fall gewesen.

Die Frau zeigt laut dem Unternehmen keine Symptome und steht unter Quarantäne. Die "Carnival Magic" bietet demnach Platz für rund 5.000 Passagiere und Besatzungsmitglieder.

Obama warnt vor Angst und Hysterie

US-Präsident Barack Obama hat die Amerikaner ermahnt, angesichts des lebensgefährlichen Ebola-Virus' nicht in Angst oder Hysterie zu verfallen. "Wir müssen uns von der Wissenschaft leiten lassen", sagte Obama in seiner wöchentlichen Video-Ansprache am Samstag.

In den USA handle es sich auch nicht um einen "Ausbruch" oder eine "Epidemie", sondern lediglich um drei bekannte Fälle bei mehr als 300 Millionen Einwohnern. "Wir müssen das in der richtigen Perspektive sehen." Jedes Jahr würden Tausende Amerikaner an der Grippe sterben.

Zahl der Ebola-Toten steigt weiter

Unterdessen ist die Zahl der Ebola-Toten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf mindestens 4.555 gestiegen. Insgesamt habe man mittlerweile 9.216 Fälle registriert, teilte die WHO am Freitagabend in Genf mit. Der Anstieg war erwartet worden, für die kommenden Wochen wird allerdings mit deutlich wachsenden Fallzahlen gerechnet.

Am schlimmsten ist die Situation nach wie vor in Liberia, wo die WHO bisher knapp die Hälfte aller Infektionen und mehr als die Hälfte aller Todesfälle zählte. Es folgen Sierra Leone und Guinea.

Kommentare

sie haben richtig gehandelt. zuerst mit ebola herumhantieren, dann unmittelbar auf weltreise gehen dürfen?! gehts noch blöder?

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