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Niederlage für Vienna Capitals

Vorsprung der Wiener nur mehr ein Punkt. Siege für Ljubljana, Graz und Salzburg.

VSV siegt über Vienna Capitas © Bild: GEPA/Goetzhaber

Der Vorsprung der Vienna Capitals auf die Konkurrenz der Erste Bank Eishockey Liga ist in der 28. Runde geschmolzen. Die Wiener (39 Punkte) mussten sich in einer Partie auf hohem Niveau beim drittplatzierten Villacher SV knapp mit 1:2 geschlagen geben, Medvescak Zagreb (38) rückte dem Tabellenführer nach einer 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Ljubljana (26) bis auf einen Zähler nahe.

Die Graz 99ers (36) liegen nach einem 4:2-Sieg gegen den KAC (32) punktgleich hinter dem VSV (36) auf Rang vier. Der Fünfte Fehervar (35) zog mit einem 3:2-Erfolg gegen den Sechsten Black Wings Linz (35) mit den Oberösterreichern nach Punkten gleich. Im unteren Tabellenbereich feierte Red Bull Salzburg (27) einen 4:1-Auswärtssieg beim abgeschlagenen Letzten HC Innsbruck (11), der Vorletzte Dornbirn (21) schlitterte gegen Znojmo (34) in ein 1:6-Heimdebakel.

In Kärnten waren die Wiener im ersten Abschnitt komplett überlegen, ließen jedoch die nötige Effizienz vermissen. Lakos (2) und Gratton trafen nur die Stange. Und die Nachlässigkeit rächte sich unmittelbar vor der Pausensirene: Fraser rutschte zweimal aus und verlor den Puck leichtfertig an Unterluggauer, der souverän auf 1:0 stellte (20.).

Im zweiten Drittel kamen die Villacher besser in die Partie, die Folge war ein offener Schlagabtausch. Soares sorgte zwar aus spitzem Winkel für den Ausgleich (26.), fast postwendend stellte Hartl aber wieder den Vorsprung der Hausherren her (28.). In einem äußerst spannenden Schlussdrittel standen die beiden Goalies im Vordergrund, sie hielten ihr Gehäuse jeweils sauber. Die beste Offensive der Liga setzte sich damit gegen die beste Defensive durch. Der VSV revanchierte sich für die beiden bisherigen Niederlagen im direkten Duell und hat nun gegen jedes Ligateam schon gewonnen.

Graz 99ers gegen KAC

Nichts für schwache Nerven war auch die Partie der Graz 99ers gegen den KAC. Für den „Auftakt“ sorgten 99ers-Crack Lefebvre und KAC-Hüne Siklenka, die sich 12 Sekunden nach dem Start einen Faustkampf lieferten. Danach gab es feinstes Eishockey, mit dem 1:0 für die Grazer durch Wren nach 9 Minuten als erstem Höhepunkt.

Nach einem torlosen Mitteldrittel hatte es der letzte Abschnitt in sich. In der 51. Minute traf der Kärntner Lundmark zum 1:1, im Gegenzug brachte Frischmon die Grazer wieder in Führung, Lefebvre stellte gleich darauf auf 3:1. Der KAC kam noch einmal durch einen Shorthander von Gagner auf 3:2 heran, bevor Day eine Minute vor dem Ende ins leere KAC-Tor traf und den Endstand von 4:2 herstellte.

Rangverbesserung für Fehervar

Eine Rangverbesserung gelang auch Fehervar. Ungarns Serienmeister bleibt nach dem 3:2 gegen Linz ein Angstgegner der Oberösterreicher, sind diese doch im direkten Aufeinandertreffen schon vier Partien sieglos. Aufseiten der Black Wings gelang Shawn Matthias von den Florida Panthers mit einem Treffer ein gelungenes Debüt, über Punkte durfte der 24-Jährige aber nicht jubeln. Der Anschlusstreffer von Engelhardt (59.) kam zu spät.

Salzburg zu Gast in Innsbruck

Keine Blöße gab sich Salzburg in Innsbruck. Die "Bullen" kontrollierten das Geschehen und kamen durch Tore von Brassard (9., 19./PP), Maxwell (34.) und Regier (57./SH) zu einem verdienten Erfolg. Aufseiten der abschlussschwachen Tiroler sorgte der junge Echtler (51.) für Ergebniskosmetik.

Dornbirn hatte nichts zu lachen

Nichts zu lachen gab es auch für den Vorletzten Dornbirn, der nach zuletzt drei Erfolgen vor eigenem Publikum in Serie in ein Heimdebakel schlitterte. Die Vorarlberger mussten sich Znojmo gleich mit 1:6 beugen und verloren damit auch das dritte direkte Saisonduell. Gegen Fehervar hatten die Dornbirner noch ein 1:4 aufgeholt, diesmal gelang nach einem 0:4-Rückstand zu Beginn des letzten Abschnitts nur der Ehrentreffer durch MacMillan (44.), dann waren wieder die Gäste mit dem Toreschießen an der Reihe. Herausragender Akteur war Dreifach-Torschütze Strömberg, daneben trug sich etwa auch Chicago-Blackhawks-Spieler Brian Bickell in die Schützenliste ein.

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