EBEL-Halbfinale von

KAC und Capitals gleichen aus

Kärntner mit 4:2-Heimsieg gegen Black Wings Linz. Wiener gewinnen in Salzburg mit 2:1.

Christoph Draschkowitz und Patrick Obrist im Spiel der Vienna Capitals gegen Red Bull Salzburg im EBEL-Halbfinale 2013 © Bild: GEPA pictures/Mandl

Die Halbfinal-Serien der Erste-Bank-Eishockey-Liga bleiben heiß: Die Vienna Capitals und der KAC glichen im vierten Spiel ihrer "best of seven"-Serien jeweils aus. Die Wiener feierten am Dienstagabend einen 2:1-Erfolg in Salzburg und stellten damit auf 2:2. Dies schafften auch die Klagenfurter im Duell mit Meister Black Wings Linz. Vor heimischer Kulisse setzte sich der Rekordmeister 4:2 durch. Am Freitag (19.30 Uhr/live ServusTV) stehen in Wien und Linz die nächsten Partien auf dem Programm.

Jonathan Ferland erzielte im Salzburger Volksgarten nach einer schönen Kombination 2:34 Minuten vor dem Ende den entscheidenden Treffer für die "Caps". Die Wiener belohnten sich damit für eine starke Vorstellung. Die nach der 1:3-Heimniederlage am Sonntag unter Druck stehenden Capitals starteten in Salzburg ambitioniert, liefen in einen klassischen Fehlstart, bügelten diesen aber postwendend wieder aus.

Salzburgs Justin di Benedetto bezwang den erstmals im Play-off aufgebotenen Fabian Weinhandl nach einem schnellen Gegenstoß bereits nach 2:09 Minuten. Nur 35 Sekunden später nutzte Christoph Draschkowitz einen Wechselfehler der Hausherren aber zum Ausgleich.

Rasantes Match in Salzburg
Die Teams lieferten sich ein Spiel mit hohem Tempo samt rassiger Szenen: Ferland checkte Salzburgs Rob Schremp, der danach behandelt werden musste. Die Wiener hatten durch Justin Keller (12.) auch die erstmalige Führung am Schläger, im Gegenzug verhinderten die Capitals mit vereinten Kräften und etwas Glück ein Gegentor. Im weiter intensiven, aber torlosen Mitteldrittel blieben sie das druckvollere Team: Ferland scheiterte aus wenigen Metern an Salzburgs Goalie Luka Gracnar.

Salzburg erwischte erst zu Beginn des entscheidenden Abschnitts bei zwei Möglichkeiten von Schremp wieder eine gute Phase. Als bereits alles auf eine Verlängerung hindeutete, schlug die Mannschaft von Tommy Samuelsson aber noch zu. Die Wiener feierten damit den ersten Play-off-Sieg in Salzburg überhaupt auf dem Eis (neben einer Strafverifizierung).

KAC gewinnt daheim
Der nach dem 1:4 in Linz ebenfalls zum Handeln gezwungene KAC ging in der Neuauflage des Vorjahresfinales zu Hause wieder als Sieger vom Eis. Nach einem 1:2-Rückstand nach 40 Minuten trafen Thomas Hundertpfund (43.) im Powerplay und Jamie Lundmark (56.) entscheidend, der vierte Treffer der "Rotjacken" per Empty Net durch Thomas Koch war Draufgabe. In den bisherigen Duellen hat damit jeweils das Heimteam gewonnen.

Dabei starteten die Linzer deutlich besser. Brian Lebler brachte die Gäste in der 10. Minute völlig verdient in Front. Die Kärntner kamen nur langsam auf Touren, nach einer Viertelstunde waren sie aber voll im Spiel. Was bei den Klagenfurtern aber zunächst weiter nicht passte, war die Chancenverwertung.

Goalie-LeNeveu ganz stark
In der Schlussminute des ersten Drittels rettete Linz bei einem KAC-Powerplay zunächst die Latte, Mike Siklenka und Koch ließen weitere Einschussmöglichkeiten aus. Mit Goalie David LeNeveu hatten die Oberösterreicher auch einen schier unbezwingbaren Rückhalt. Der Kanadier musste sich erst nach einem an Präzision nicht zu überbietenden Schuss von Tyler Scofield ins Kreuzeck (31.) geschlagen geben.

Den KAC beflügelte der Ausgleich nur bedingt. Ein 5:3-Powerplay der Linzer überstanden die Hausherren zwar zunächst, 31 Sekunden vor Ende des Mitteldrittels brachte Pat Leahy die Black Wings aber neuerlich voran. Am Ende durfte der KAC aber in der Stadthalle zum bereits neunten Mal in Serie jubeln.

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