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Vanek glücklos, Grabner trifft

Auch Nödl im Einsatz - Österreichische NHL-Heimkehrer im Blickpunkt der Liga

 Eishockey EBEL-Begegnung zwischen Moser Medical Graz99ers und HC TWK Innsbruck am Sonntag, 07. Oktober 2012, in Graz. Im Bild: Thomas Vanek (Graz) in Aktion. © Bild: APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER

Zwei der drei österreichischen NHL-Profis, die während des "lockout" in der heimischen Liga spielen, durften sich am Sonntag über Erfolge freuen. Michael Grabner feierte bei seinem Debüt mit Tabellenführer VSV einen 4:3-Heimsieg gegen Dornbirn und steuerte dabei in Unterzahl den Treffer zum 2:0 bei. Andreas Nödl gelang mit Innsbruck im direkten Duell mit Thomas Vanek und den Graz 99ers mit 3:2 der erste Saisonsieg.

Superstar Vanek vergab dabei einige Chancen, darunter beim Stand von 1:1 einen Penalty. Er nahm die Heimpleite der meist klar überlegenen Grazer daher zu einem Großteil auf sich. "Das einzige, worüber wir unzufrieden sein können, ist die Chancenauswertung. Ich selbst hatte zehn, zwölf Torschüsse und sieben, acht gute Chancen. Die Niederlage geht zu einem großen Teil an mich", meinte der 28-Jährige selbstkritisch. Am Freitag hatte Vanek in seinem ersten Spiel für die Grazer ein Tor erzielt, diesmal scheiterte er nicht nur einmal an Innsbruck-Torhüter Patrick Machreich. "Patrick hat gut gespielt. Es gehört manchmal auch Glück dazu, wenn es anders gelaufen wäre, hätte es auch 5:1 stehen können. Wir waren im Endeffekt nicht gut genug", meinte er. Der Torjäger, der normalerweise für die Buffalo Sabres in Aktion ist, sah aber auch positive Seiten. "Körperlich ist es mir besser gegangen. Und als Linie haben wir besser gespielt", sagte Vanek.

Grabner "sehr, sehr nervös"

Für Grabner lief sein Comeback bei seinem Stammverein Villach nach Wunsch. 4.400 Zuschauer sorgten für eine tolle Stimmung, stimmten zwei Tage nach seinem 25. Geburtstag ein nachträgliches "Happy Birthday" an und durften sich über eine starke Leistung ihres Stars freuen. In Unterzahl spielte Grabner seine auch in der NHL gefürchtete Schnelligkeit aus, enteilte seinen Gegnern und schoss zum 2:0 ein (18.). Zudem bereitete er den Siegestreffer von Benjamin Petrik in der 58. Minute vor, der dem VSV den siebenten Sieg in Folge bescherte. "Ich bin froh, dass das Debüt so gut gelungen ist. Ich war sehr, sehr nervös. Ich wollte die Villacher Fans nicht enttäuschen", sagte der normalerweise für die New York Islanders stürmende Villacher.

Die drei NHL-Spieler haben nun ein paar Tage Zeit, den Jetlag zu überwinden und im Training das Zusammenspiel mit ihren neuen Kollegen zu verbessern. Am Freitag geht es in Innsbruck mit dem zweiten Duell zweier Nordamerika-Legionäre weiter, wenn das Schlusslicht mit Nödl den Tabellenführer aus Villach mit Grabner empfängt. Vanek absolviert am Freitag auch sein drittes Spiel im Dress der Graz 99ers zu Hause, zu Gast ist diesmal Meister Black Wings Linz.

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