EBEL von

Final-"sweep" für KAC?

Capitals mit Rücken zur Wand - Klagenfurter könnten mit Heimsieg 30. Titel fixieren

KAC Spieler vor Beginn des Spiels gegen die Vienna Capitals © Bild: APA/Pfarrhofer

Der Meisterteller der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) liegt für den KAC bereit. Der Rekordmeister aus Klagenfurt kann schon heute (20.30 Uhr/live ServusTV) vor Heimpublikum seinen 30. Titel fixieren. Mit einem weiteren Sieg gegen die Vienna Capitals würde der KAC auch einen historischen Final-"sweep" schaffen.

Seit in Österreich der Titel in einer "best of seven"-Serie vergeben wird, ist es noch keiner Mannschaft gelungen, die Finalserie ohne Niederlage ("sweep") für sich zu entscheiden. Auch in einer "best of five"-Serie war der Durchmarsch zum Meistertitel eine Rarität. Zuletzt triumphierte vor genau 20 Jahren der Villacher SV (3:0 Siege gegen Graz) im Finale ohne Niederlage.

"Von Beginn an voll dagegenhalten"

Doch davon will man beim KAC noch nichts hören. Nach dem Motto "der letzte Sieg ist der schwierigste" sind die Rotjacken ausgesprochen zurückhaltend. "Wir haben noch gar nichts gewonnen", gab Kapitän Thomas Koch die defensive Marschrichtung vor. "Auch dieses Spiel beginnt bei 0:0. Die Wiener werden noch einmal alles in die Waagschale werfen, wir müssen also wieder von Beginn an voll dagegenhalten", sagte der Stürmer.

Allerdings spricht alles für die Kärntner, auch die Statistik. Erst einmal ist es einer Mannschaft gelungen, im Play-off ein 0:3 noch umzudrehen. In der Saison 2009/10 schafften die Black Wings Linz gegen die Capitals nach drei Niederlagen in den ersten drei Halbfinalspielen noch den Aufstieg ins Finale - daran wollen sich die Caps nun ein Beispiel nehmen.

"Haben um jede Scheibe gekämpft"

Markus Schlacher gelang damals mit der Linzer Mannschaft noch der Umschwung. "Wir waren in der gleichen Situation. Vor dem vierten Spiel hatten uns schon alle abgeschrieben, aber wir haben uns gesagt, wir probieren noch einmal alles, um zumindest einen Sieg zu schaffen. Wir haben nur von Shift zu Shift gedacht, haben um jede Scheibe gekämpft und den Gegner verunsichert", erinnerte sich Schlacher, der vollen Einsatz verspricht: "Wir müssen den KAC dauernd beschäftigen. Ich will am Ende sagen können, wir haben alles gegeben und alles probiert.

Den Zwischenstand ausblenden, fordert auch Capitals-Cheftrainer Tommy Samuelsson. "Es sieht jetzt nicht besonders toll für uns aus. Aber wird denken jetzt nicht nach, wie oft wir noch gewinnen müssen, denn dann wird es noch schwerer. Wir müssen am Freitag in Klagenfurt alles mobilisieren und nur für diesen einen Sieg kämpfen. Jeder muss bei jedem Einsatz über sich hinauswachsen. Und wie ich meine Spieler kenne, wollen sie nicht ohne einen einzigen Sieg in der Finalserie die Saison beenden", meinte der Schwede.

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