EBEL-Eishockey von

Niederlage für Capitals

Spitzenduo verliert bei Auswärtsspielen – Siege für Zagreb, KAC, VSV und Linz

Laibach gegen die Capitals. 40. Runde. © Bild: GEPA/ Erwin Scheriau

Das Spitzenduo der Erste Bank Eishockey Liga hat am Freitag Niederlagen kassiert und damit die vorzeitige Qualifikation für das Play-off verpasst. Die Vienna Capitals mussten sich auswärts Olimpija Ljubljana mit 2:4 geschlagen geben, blieben aber dank Schützenhilfe der Graz 99ers Tabellenführer. Die Steirer besiegten den Tabellenzweiten Medvescak Zagreb mit 5:4 nach Verlängerung.

Die Grazer beendeten damit ihre Negativserie von fünf Niederlagen in Folge und behaupteten ihren Platz in den besten sechs Teams, die ab 22. Jänner die Platzierungsrunde spielen und fix im Viertelfinale stehen. Der VSV, Titelverteidiger Black Wings Linz und Rekordmeister KAC machten ebenfalls einen Schritt Richtung Platzierungsrunde. Villach besiegte Red Bull Salzburg mit 2:0 und festigte Rang drei, während die Roten Bullen mit fünf Punkten Rückstand auf die besten Sechs in die letzten vier Runden gehen. Der KAC feierte mit einem 5:3 in Dornbirn den sechsten Sieg in Folge, Linz siegte bei Schlusslicht Innsbruck mit 5.1.

Die Wiener konnten in Slowenien ihre Auswärtsschwäche der vergangenen Wochen nicht ablegen. Joshua Soares brachte die Caps zwar in der 23. Minute im Powerplay in Führung, doch Thomas (26.), De Vergilio (32./PP) und Hocevar (35.) sorgten noch im Mitteldrittel für den Umschwung. Die Wiener haben damit sechs der jüngsten acht Auswärtsspiele verloren.

Zagreb konnte Niederlage nicht nutzen

Zagreb konnte den Ausrutscher trotz eines Traumstarts nicht nutzen. Die Kroaten führten for 6.300 Zuschauern nach 3:39 Minuten mit 2:0 und gingen mit einer 3:0-Führung in die erste Pause. Nach dem ersten Drittel musste Sebastian Stefaniszin im Grazer Tor Frederic Cloutier Platz machen, danach lief es für die Gäste. Matthias Iberer (27./PP2) und Olivier Labelle (39./PP) sorgten mit zwei Powerplay-Toren für ein spannendes Schlussdrittel, in dem die Heimischen zunächst auf 4:2 davonzogen (43.).

Doch Greg Day (44.) und Iberer mit einem Tor in Unterzahl (55.) schossen die Grazer in die Verlängerung, die Jan Novak nach 56 Sekunden entschied. Die Grazer blieben damit in den Top-6, zudem schaut die Auslosung für die 99ers gut aus, bekommen sie es doch nur noch mit Gegnern aus der hinteren Tabellenregion (Fehervar, Dornbirn, Innsbruck, Ljubljana) zu tun.

VSV setzt Erfolgsserie fort

Der KAC holte auch im sechsten Spiel unter Christer Olsson, der kurz nach Weihnachten Christian Weber als Trainer abgelöst hatte, zwei Punkte. Die Klagenfurter hatten gegen den in diesem Jahr weiter punktelosen Tabellenvorletzten Dornbirn allerdings hart zu kämpfen. Die Rotjacken machten zweimal einen Rückstand wett, ehe Kirk Furey (57.) und Jamie Lundmark (60./ins leere Tor) mit ihren Treffern für eine Fortsetzung der Siegesserie sorgten.

Der VSV setzte seine Erfolgsserie auch gegen Red Bull Salzburg fort. Die Kärntner fuhren dank des 2:0 (1:0,1:0,0:0) gegen die "Bullen" aus den jüngsten sechs Spielen elf Punkte ein und festigten damit Rang drei. Im Duell der beiden torgefährlichsten Teams der Liga legte der VSV einen starken Beginn hin und ging durch Wiedergut (3.) in Führung. Danach gab es in einer rassigen Partie viele Chancen auf beiden Seiten. Zu Beginn des zweiten Durchgangs spielten die Gäste die Villacher nahezu an die Wand, scheiterten aber immer wieder am überragenden VSV-Goalie Lamoureux. Praktisch aus dem Nichts glückte Hotham das 2:0.

Dennoch gaben die Salzburger auch im Schlussabschnitt nicht auf und kämpften leidenschaftlich um einen Punktgewinn, wurden für ihren Einsatz allerdings nicht mehr belohnt. Damit gelangen den "Bullen" in 20 Auswärtsspielen nur sieben Siege, nun droht der Absturz in die Qualifikationsrunde, in der es um die letzten zwei Plätze im Viertelfinale geht. Der VSV landete dagegen den dritten Heimsieg in Folge.

Von einer derartigen Serie kann der HC Innsbruck nur träumen - für die Tiroler setzte es beim Heim-1:5 ((1:3,0:2,0:1) gegen die Black Wings Linz die vierte Niederlage en suite. Der Titelverteidiger aus Oberösterreich wiederum liegt als Fünfter weiterhin einen Punkt über dem ominösen Strich.

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