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Caps rutschen noch ins Playoff

Wiener deklassieren Jesenice daheim mit 11:3. Villach und Graz gescheitert

EBEL - Caps rutschen noch ins Playoff © Bild: GEPA/Ort

Die Vienna Capitals haben sich in quasi letzter Minute ihre Saison gerettet. Die Wiener deklassierten am Dienstag zum Abschluss der Zwischenrunde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) Jesenice mit 11:3 und schafften damit doch noch den Aufstieg ins Viertelfinale. Neben den Caps durfte auch das am Dienstag spielfreie Znojmo feiern. Da die Graz 99ers in Villach mit 1:3 verloren, sind auch die Tschechen weiter, während für die Grazer und den VSV die Saison schon zu Ende ist.

Damit gibt es im Viertelfinale (best of seven) ab Sonntag zwei Österreicher-Duelle und zwei Paarungen ohne rot-weiß-rote Clubs. Die Black Wings Linz, des beste Team des Grunddurchgangs, trifft auf die Vienna Capitals, Titelverteidiger Red Bull Salzburg bekommt es mit Rekordmeister KAC zu tun. Die weiteren Paarungen: Medvescak Zagreb - HC Znojmo, Fehervar - Olimpija Ljubljana.

Krimi bis zum Schluss Der Krimi in der Qualifikationsrunde war nichts für schwache Nerven. Zunächst war Graz dank einer 1:0-Führung auf bestem Weg in die Runde der besten acht Teams, doch der VSV drehte das Spiel. Zu Feiern gab es für die Villacher und ihre 4.235 Fans in der Stadthalle aber nichts, weil Schützenhilfe von Jesenice ausblieb. Der VSV hat damit erstmals seit 1987 das Play-off verpasst. Die Grazer hatten den Aufstieg selbst in der Hand, konnten diese große Chance aber nicht nützen.

Die Capitals brauchten einen Sieg und ein passendes Resultat aus dem Parallelspiel. Nach einem furiosen ersten Drittel mit acht Treffern (5:3) und einem torlosen zweiten machten die Wiener im Schlussabschnitt alles klar. 5.200 Zuschauer feierten in Kagran das Schützenfest und den Aufstieg.

Tommy Samuelsson, Cheftrainer der Vienna Capitals, zeigte sich entsprechend zufrieden. "Ich bin überglücklich und sehr froh, dass wir heute endlich einmal unser Potenzial ausschöpfen konnten. Die Erleichterung ist natürlich riesengroß, und es hat sich bestätigt - man darf die Hoffnung nie aufgeben! Jetzt ist in den Play-offs alles möglich, wir sind die Underdogs, aber die anderen müssen uns erst einmal schlagen", sagte der Schwede.

Kurioser Salzburg-Sieg
Im ersten Spiel unter Christian Weber, der Manny Viveiros als Trainer nachgefolgt ist, feierte der KAC bei den Black Wings Linz einen 3:2-Sieg. Zagreb verlor zu Hause gegen Fehervar mit 3:4, geht aber als Tabellenzweiter vor den Ungarn ins Viertelfinale.

Red Bull Salzburg ist am Dienstagabend hingegen zu einem kuriosen Sieg gekommen. Der Titelverteidiger schaffte einen 7:6-Heimerfolg nach Penaltyschießen über Olimpija Ljubljana, wobei es den Anschein hatte, dass die Slowenen das Match am Ende absichtlich verloren, um dem KAC im Viertelfinale auszuweichen.