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Capitals verlieren erneut

Playoff-Teilnahme wackelt ordentlich. Linz baut Tabellenführung aus

EBEL - Capitals verlieren erneut © Bild: GEPA/Ort

Die Black Wings Linz gehen in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) mit einem Neun-Punkte-Vorsprung in die Weihnachtsfeiertage. Der überlegene Tabellenführer gewann am Donnerstag in der 33. Runde daheim gegen die Graz 99ers 4:1, wogegen Verfolger Red Bull Salzburg daheim gegen den VSV eine 1:4-Niederlage kassierte. Der KAC festigte mit einem 4:2 bei den Vienna Capitals Rang vier.

Allerdings gewann auch das drittplatzierte Zagreb mit einem 3:2 bei Fehervar, die Kroaten liegen damit nur noch einen Zähler hinter den Salzburgern. Im Kampf um die Top Acht feierte das neuntplatzierte Znojmo einen wichtigen 2:1-Heimerfolg nach Penaltyschießen gegen Schlusslicht Jesenice. Die Slowenen haben damit weiter sieben Punkte Rückstand auf die achtplatzierten Capitals. Runde 34 wird am Stefanitag gespielt.

KAC gewinnt im Wiener Hexenkessel
Der KAC hat bei den Vienna Capitals mit 4:2 (2:0,1:0,1:2) gewonnen und damit den vierten Sieg in Folge gefeiert. Für die Wiener war es hingegen bereits die fünfte Niederlage in Serie, im Kampf um einen fixen Play-off-Platz fehlen den "Caps" nun bereits fünf Punkte.

In einem von beiden Mannschaften sehr aggressiv und körperbetont geführten Spiel ging der KAC bereits nach 51 Sekunden durch Routinier Brandner in Führung. Die Capitals hatten zwar mit Fortdauer des Spiel mehr Spielanteile, die Tore schossen allerdings die Klagenfurter. Tenute (15.) und Kalt (33.) im Powerplay sorgten bereits nach der Hälfte des Spiels für eine kleine Vorentscheidung. Im letzten Drittel kamen die Wiener durch Tore von Rodman (45.) und Gratton (52./PP) noch bis auf einen Treffer heran, die Aufholjagd kam allerdings zu spät. Der vierte Treffer der Gäste ins leere Caps-Tor hatte nur noch statistischen Wert.

Die Spiele gegen den KAC sind jedes Mal ein Verkaufsschlager in Wien, erneut verwandelten 7.000 Zuschauer das Eissportzentrum Kagran in einen Hexenkessel.

Linz baut Tabellenführung aus
Die Black Wings Linz haben mit einem 4:1-(1:0,0:0,3:1)-Heimsieg gegen die Graz 99ers die Tabellenführung in der EBEL auf neun Punkte ausgebaut. Während Verfolger Red Bull Salzburg daheim gegen den VSV 1:4 unterlag, feierten die Oberösterreicher den dritten Sieg gegen die Steirer im dritten Saisonspiel. Dabei fiel die Entscheidung jedoch erst im Schlussdrittel.

Vom Spielverlauf hätte die Partie schon vorher für die Gastgeber gelaufen sein müssen, vor allem nach der schnellen Führung durch Martin Grabher-Meier (4.). Die Gäste zeigten sich in der Folge aber als unangenehmer Gegner, wogegen die Linzer gute weitere Möglichkeiten ausließen. Nur 24 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels stellte allerdings Gregor Baumgartner die Weichen auf den 23. Linz-Sieg dieser Saison.

Die endgültige Entscheidung fiel in Minute 54, als nach einem Stangenschuss der Grazer Rob Hisey im Gegenzug im Powerplay auf 3:0 stellte. Den Steirern gelang durch Lysak immerhin das Ehrentor (57./PP), erneut Hisey stellte aber den Dreitore-Abstand wieder her (59.). In einer Weihnachts-Trikotaktion wurden 17.200 Euro eingenommen, dieser Erlös wird den SOS Kinderdörfern zur Verfügung gestellt.

Auch Salzburg schwächelt
Der Gewinn der "European Trophy" dürfte Red Bull Salzburg nicht gut bekommen sein. Nach der 2:5-Heimniederlage gegen Linz am Dienstag haben die "Bullen" auch das letzte Heimspiel der Saison gegen den Villacher SV am Donnerstag 1:4 (0:1,1:2,0:1) verloren. Der von Pierre Page betreute Meister liegt nun nach 30 Partien schon neun Punkte hinter Tabellenführer Linz zurück und hat auch nur noch einen Zähler Vorsprung auf den Tabellendritten Zagreb.

Die Salzburger begannen überfallartig, hatten Chancen am Fließband und Steve Regier sowie Doug Lynch trafen nur die Strange. Das Tor fiel auf der anderen Seite: Benjamin Petrik traf in Unterzahl aus einem Break zum 1:0 für den VSV (14.) und danach stellte Salzburg den Spielbetrieb mehr oder minder ein. Die Mannschaft fand gegen die Verteidigung des VSV sowie deren Konter kein Mittel, agierte aber auch ideenlos und ließ zudem den nötigen Einsatz vermissen.

Fast hatte man den Eindruck, als sei bei Salzburg die Luft nach dem selbst erklärten Saison-Höhepunkt draußen. Der VSV wiederum spielte den Sieg souverän nach Hause und darf sich berechtigte Chancen auf Rang sechs machen. Eine Luftveränderung gibt es für zwei Salzburg-Legionäre, Jeremy Williams und Robbie Earl spielen kommende Woche beim traditionsreichen Spengler Cup in Davos für Team Canada bzw. HC Davos.