EBEL von

Bozen kommt dazu

Südtiroler nehmen aller Voraussicht nach als erstes italienisches Team an Liga teil

HC Bozen © Bild: GEPA pictures

Der HC Bozen dürfte in der kommenden Saison aller Voraussicht nach als zwölftes Team an der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) teilnehmen. Der Vorstand der Südtiroler hat sich am Donnerstagabend dafür ausgesprochen, die Vorgaben der Liga zu erfüllen. Bis Freitagmittag waren dafür auch alle nötigen Garantien eingelangt, war von der EBEL zu erfahren.

Nun liegt es nur noch an den elf anderen Vereinen, den Aufnahmeantrag von Bozen zu genehmigen. Das soll mittels eines Umlaufbeschlusses bis Montagmittag (12.00 Uhr) erfolgen. Für einen positiven Bescheid ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit (Zustimmung von zumindest acht der elf Teams) erforderlich. Diese gilt als sehr wahrscheinlich.

Damit dürfte an der am 8. September beginnenden EBEL-Saison erstmals auch ein Team aus Italien teilnehmen. Neben den acht österreichischen Clubs sind außerdem je ein Verein aus Slowenien (Olimpija Ljubljana), Tschechien (HC Znojmo) und Ungarn (SAPA Fehervar) vertreten.

Ersatz für Zagreb

Bozen würde den kroatischen Vertreter Medveszak Zagreb ersetzen, der es vorzieht, ab der kommenden Saison in der russischen KHL zu spielen. Zuletzt hatte im Rahmen der Alpenliga 1998/99 ein italienischer Club an einer österreichischen Meisterschaft teilgenommen. Damals hatte sich Bozen als Vizemeister verabschiedet.

Bezüglich der Aufnahme in die EBEL hatte es bis zuletzt mehrere offene Punkte gegeben, darunter eine Bankgarantie, die einmalige Eintrittsgebühr sowie die Verteilung der TV-Gelder. Dazu wollte der italienische Eishockey-Verband Bozen nur für ein Jahr für die grenzüberschreitende Liga freigeben. Die EBEL-Statuten verlangen aber eine unbegrenzte Freigabe. Auch diese sei laut Ligaangaben am Freitag schriftlich eingetroffen.

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