Easyjet bietet jetzt Klimaschutzabgabe an:
Auch bei AUA sind Varianten im Gespräch

Freiwillige Abgabe fließe in diverse Umweltprojekte Weitere Fluggesellschaften kündigten Abgaben an

Easyjet bietet jetzt Klimaschutzabgabe an:
Auch bei AUA sind Varianten im Gespräch

Der Billigflieger Easyjet bietet seinen Passagieren beim Kauf eines Tickets eine freiwillige Klimaschutz-Abgabe an. Das Geld fließe in Umweltprojekte, die von den Vereinten Nationen anerkannt und unterstützt würden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Fluggäste könnten mit der Abgabe einen Ausgleich für die Kohlendioxid-Emissionen ihres Fluges leisten. Als erstes Projekt unterstütze das Unternehmen ein von den Vereinten Nationen zertifiziertes Wasserkraftprojekt in Ecuador.

Mehrere Fluggesellschaften hatten im Frühjahr eine solche Abgabe angekündigt und inzwischen teilweise - wie KLM und British Airways - eingeführt. Auch bei der österreichischen Fluggesellschaft AUA gibt es dahingehende Überlegungen: Derzeit seien mehrere Varianten im Gespräch, sagte AUA-Sprecherin Livia Dandrea am Donnerstag zur APA. Sie betonte, dass für die Spende keine Airline benötigt werde. "Wer freiwillig spenden möchte, kann das ohnehin tun." Die Deutsche Lufthansa prüft noch. "Wir planen, das Projekt noch in diesem Jahr umzusetzen", sagte eine Sprecherin. Auch bei Lufthansa gehe es um eine freiwillige Abgabe.

4,50 Euro für die Umwelt
Der von Easyjet seit Donnerstag bei der Internet-Buchung unmittelbar errechnete Zuschlag fällt allerdings deutlich geringer aus als bei der deutschen Klimaschutzorganisation Atmosfair. Für einen Hin- und Rückflug in Europa seien im Schnitt durchschnittlich 4,50 Euro zu erwarten. Bei Atmosfair ist der Betrag im Schnitt etwa drei Mal so hoch, da die Organisation nach eigenen Angaben alle schädlichen Abgase von Flugzeugen einbezieht und so zu einer einer stärkeren Belastung für das Klima kommt. (apa/red)