E-Sport-Elite trifft sich zum Showdown:
Harte Kämpfe bei den World Cyber Games

Gaming Olympiade lockt bis zu 30.000 Zuschauer Prestige des E-Sport-Bereichs steigt unaufhörlich

E-Sport-Elite trifft sich zum Showdown:
Harte Kämpfe bei den World Cyber Games

In wenigen Tagen trifft sich die Weltelite der Computer- und Videospieler in Deutschland, um bei den Endausscheidungen der World Cyber Games (WCG) die besten Gamer der Welt zu küren. Auf der Veranstaltung, die vom 5. bis zum 9. November in der Kölnmesse stattfindet, werden die insgesamt rund 800 Teilnehmer aus 78 verschiedenen Nationen aber nicht nur um Ehre und Medaillen kämpfen, sondern auch um Preisgelder und Sachpreise im Gesamtwert von 370.000 Euro.

An die 30.000 Zuschauer werden bis zum Wochenende auf der "Olympiade der Computerspiele" erwartet. "Diese Zahlen sind bezeichnend. Sie bestätigen eindrucksvoll, welchen Stellenwert der Sektor E-Sport mittlerweile in Gesellschaft und Politik einnimmt", erklärt Christoph Zenk, Leiter des Medienboards beim eSport Verband Österreich (esvö), im Gespräch mit pressetext. Vor sechs, sieben Jahren hätte die Situation in dieser Hinsicht noch ganz anders ausgesehen.

Entwicklung des E-Sport-Bereichs
"Seit dem Aufkommen der ersten Competition-Spiele im Jahr 1996 hat sich der E-Sport-Bereich kontinuierlich entwickelt", stellt Zenk fest. Obwohl E-Sport somit noch eine recht junge Sportart ist, würde man mittlerweile deutlich merken, dass die Gamer-Wettbewerbe zunehmend Anerkennung finden. "Wie ernst das Ganze inzwischen genommen wird, zeigt die aktuelle Diskussion um die Austragung von E-Sport-Bewerben im Rahmen der Olympischen Spiele", merkt Zenk an. Im Vergleich zum internationalen Spitzenreiter Südkorea habe man hierzulande in punkto Anerkennung aber noch einiges an Aufholbedarf. "Während wir in Österreich zur Zeit lediglich zwei professionelle E-Sportler haben, die ausschließlich von dieser Tätigkeit leben können, werden ihre Kollegen in Südkorea bereits als Stars gefeiert. Politiker lassen sich dort sogar gerne mit erfolgreichen Gamern fotografieren, um das eigene Image aufzubessern", schildert Zenk. Bei einem jährlichen Einkommen von 200.000 bis 300.000 Dollar werde schnell deutlich, welche Bedeutung dem E-Sport in diesem Land zukomme.

Die World Cyber Games gelten als größtes E-Sport-Turnier der Welt. Nach Angaben der Veranstalter haben sich weltweit über 1,5 Mio. Teilnehmer an den Ausscheidungskämpfen in den nationalen Vorrunden beteiligt. Die Veranstaltung selbst erstreckt sich in der Kölnmesse über eine Fläche von 17.000 Quadratmetern. Den WCG-Finalisten stehen dabei insgesamt 600 High-End-Gaming-PCs und 42 Spielkonsolen zur Verfügung. Um die Computerspiel-Wettkämpfe ansprechend in Szene setzen zu können, wurde die Hauptbühne zudem mit einer 88 Quadratmeter großen Videoleinwand ausgestattet, auf der bis zu 1.700 Zuschauer das Geschehen verfolgen können.

Gaming-Kongress
Begleitend zu den World Cyber Games in der Kölnmesse findet unter dem Namen "Computerspiele Campus Cologne" (CCC) auch eine Informationsveranstaltung zum Thema Computer- und Videospiele statt. Der auf Initiative der Stadt Köln gestartete Kongress soll Eltern, Jugendlichen, Pädagogen, Wissenschaftlern und Medieninteressierten die Möglichkeit bieten, sich umfassend über den aktuellen Stand zu Jugendschutz- und Medienerziehungsfragen zu informieren. Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen des CCC frei. "Eine Anerkennung des E-Sport kann nur dort stattfinden, wo auch eine entsprechende Aufklärung stattfindet. Nur Preisgelder allein reichen in diesem Zusammenhang sicher nicht aus", so Zenk abschließend.
(pte/red)