Dunkle Wolken über AUA-Verkaufs-Deal?
Deutsche beruhigen und stellen Forderungen

Lufthansa: "Wir stehen weiterhin zum Angebot" Verlangen "signifikanten Beitrag" von Partnern

Dunkle Wolken über AUA-Verkaufs-Deal?
Deutsche beruhigen und stellen Forderungen © Bild: APA/Robert Jäger

Die deutsche Lufthansa steht trotz der jüngsten Verlustmeldung weiter zu ihrem Angebot für die Austrian Airlines. "Die Lufthansa ist ein verlässlicher Partner und steht zu ihrem Angebot", unterstrich eine Sprecherin der Airline. Dennoch müssten sich alle des Ernstes der Lage bewusst sein. Man erwarte aber einen "signifikanten Beitrag" der externen Partner wie OMV und Flughafen Wien.

Das Angebot sei vor der Finanzkrise gelegt worden, nun müsse sichergestellt werden, dass die im Vertragsentwurf festgehaltenen Bedingungen trotz Krise eingehalten werden, so die Lufthansa-Sprecherin. Die AUA selbst habe mit dem Sparpaket bereits den richtigen Kurs eingeschlagen, sagte die Sprecherin.

Lufthansa überprüft Daten
Die jüngste Verlust-Meldung der AUA, wonach der kumulierte Verlust der Fluglinie für 2008 sowie Jänner 2009 die Hälfte des Grundkapitals von rund 130 Mio. Euro. übersteigt, habe man "zur Kenntnis genommen" und werde gemeinsam mit der ÖIAG und der AUA "detailliert geprüft".

Zuvor hatte die AUA mit einer neuen Krisenmeldung schockiert: Der Verlust hat das halbe Grundkapital erreicht. Das Management ist damit nach dem Aktiengesetz verpflichtet, die Aktionäre zusammenzutrommeln und unverzüglich darüber zu informieren. Die für 15. Mai 2009 geplante ordentliche Hauptversammlung wurde auf den 14. April 2009 vorverlegt.

Das Grundkapital der Austrian Airlines AG beträgt 264 Mio. Euro. Der Verlust für 2008 plus Jänner 2009 beträgt also kumuliert zumindest 132 Mio. Euro. Damit war kumulativ das halbe Grundkapital aufgezehrt. Angaben über die genaue Höhe des Verlusts wollten die beiden Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth am Donnerstag Abend vor Journalisten in Wien nicht machen, weil es sich um vorläufige Zahlen handle.

Hauptversammlung notwendig
Die AUA hatte im Dezember für das operative Geschäft der AG im Jahr 2008 (Sondereffekte wie Flugzeugabschreibungen nicht inkludiert) einen Verlust zwischen 100 und 125 Mio. Euro prognostiziert. Inklusive Abschreibungen etc. hatte der AUA-Konzern einen Verlust von bis zu 475 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Der Verlust im Jänner habe "so etwa" 7 Mio. Euro betragen, sagte Malanik. Der AUA-Vorstand ist somit nach den Bestimmungen des Aktiengesetzes verpflichtet, die Aktionäre bei einer außerordentlichen Hauptversammlung zu informieren.

Die AUA-Führung sieht trotz der Verlustausweitung weiterhin keine Gefahr einer Insolvenz der Airline. Allerdings müssten auf der Ergebnisseite die Probleme "kompensiert" werden. Der Vorstand geht davon aus, dass die AUA mit der staatlichen Nothilfe von 200 Mio. Euro bis zum Closing der Übernahme durch die Lufthansa auskommen wird. "Ja, wir werden es schaffen", versicherte Bierwirth auf Journalistenfragen.
(apa/red)

Kommentare

Konkurs Jeder normale Betrieb wird sofort in Konkurs geschickt wenn er nur 0,1 % der AUA Schulden hat! Warum wird dieses Unternehmen auf Steuerzahlerkosten mit Gewalt weitergeführt?
Der AUA Vorstand sollte mal bei Niki Lauda in die Lehre gehen der hat schon die 2 Fluglinie die keine Verluste einfliegt!

Meine Empfehlung: Zu sperren wer braucht diese Unternehmen!

PLUS: Wie beurteilen Sie die Zukunft der AUA? rosig

was kommt als nächstes? können die alle nicht rechnen bei der aua oder wie ist es sonst möglich, dass wöchentlich schlimmere zahlen veröffentlicht werden?

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