Düstere Thesen eines israelischen Islam-Experten: "Niemals Friede mit Moslems!"

Friedensabkommen mit Arabern 'ohne Bedeutung' Israel für Iran nur Vehikel zur Dominanz im Islam

Nach Überzeugung des israelischen Islam-Experten Moshe Sharon wird niemals Frieden zwischen Israel und der moslemischen Welt möglich sein. Der Iran strebe die apokalyptische Endschlacht, Armageddon, an, erklärte Sharon bei einer Konferenz des Anti-Terrorismus-Instituts in Herzliya, wie "Ynet", der Internetdienst der israelischen Tageszeitung "Yedioth Ahronot", berichtete.

Sharon, Professor an der Hebrew University, meinte es werde "niemals die Möglichkeit eines Friedens zwischen Israel und den Palästinensern" geben, zumal die arabische und islamische Welt die Existenz Israels niemals akzeptieren werde. Die Friedensabkommen zwischen Israel und arabischen Staaten seien nichts weiter als "Papierstücke, Teile von Taktiken und Strategien" und hätten keinerlei Bedeutung.

"Islam ist Wurzel des Problems"
"Die Wurzel des Problems zwischen uns und der arabischen Welt ist der Islam. Der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern auch Politik, Staat, alles. Das war bisher so und wird für die absehbare Zukunft so bleiben", erklärte Sharon. Der Islam sei von Anfang an eine messianische Religion gewesen und habe vom Ende der Welt gesprochen. Allah sei der "König des Endes der Tage" (laut moslemischem Glaubensbekenntnis "Fatiha"). Das iranische Regime glaube felsenfest an den schiitischen Messias, den Zwölften Imam oder "Mahdi", und an dessen Wiederkunft kurz vor dem Jüngsten Gericht.

Was die iranische Regierung heute bewege sei in allererster Linie der Wunsch nach der Rückkehr des (derzeit im Verborgenen lebenden) Zwölften Imam, betonte der Islam-Professor. Die Macht der Ayatollahs rühre von der Überzeugung der einfachen Menschen her, dass sie den Mahdi kontaktieren könnten. Sein Kommen müsse durch eine Apokalypse herbeigeführt werden, "er braucht Krieg, er kann nicht in diese Welt ohne ein Armageddon kommen." Je früher man das verstehe, desto besser. "(Der iranische Präsident Mahmoud) Ahmadinejad will dafür Atomwaffen", so Sharon.

Israel für Iran nur Vehikel
Israel sei dabei nur ein Nebenaspekt für den Iran. Es diene Teheran nur als Vehikel, um in die Islamische Welt einzudringen und diese zu dominieren. Sharon erinnerte daran dass die schiitische Minderheit (rund 15 Prozent der Moslems weltweit) von der sunnitischen Mehrheit gehasst würden. Die sunnitischen Saudis seien über Atomwaffen in iranischen Händen weit mehr besorgt als Israel.

Gefragt von "Ynet" über die Möglichkeit eines militärischen Konflikts zwischen Israel und dem Iran meinte Sharon, der einzige Weg dies zu verhindern sei, die militärische Konfrontation Mächten zu überlassen, die größer als Israel seien. Er sei nicht so sicher, dass die Angelegenheit mit dem Iran ohne Konfrontation ausgehen werde, "aber es ist nicht Israels Angelegenheit". (apa/red)