Dürfen Bin Laden-Witwen verhört werden?
Pakistan dementiert angeblichen US-Zugang

Obama: "Wir glauben, es gab Unterstützernetzwerk" USA hatten auch Osamas Festnahme einkalkuliert

Also was jetzt? Die pakistanische Regierung hat einen US-Medienbericht dementiert, wonach sie amerikanischen Terrorfahndern direkten Zugang zu den drei Witwen des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden gewähren will. "Die USA haben bisher nicht offiziell beantragt, Zugang zu bin Ladens Witwen zu bekommen", sagte Außen-Staatssekretär Salman Bashirin Islamabad. "Wir werden das Thema erwägen, wenn sie einen formalen Antrag stellen."

Zwei der Frauen stammten aus Saudi-Arabien, die dritte aus dem Jemen, berichtete der Sender CBS unter Berufung auf US-Quellen. Sie waren während der Erstürmung von bin Ladens Anwesen nahe Islamabad vor einer Woche festgenommen worden und befinden sich in pakistanischem Gewahrsam.

Die Witwen waren während der Erstürmung von Bin Ladens Anwesen vor einer Woche festgenommen worden und befinden sich in pakistanischem Gewahrsam. US-Präsident Obama will endlich wissen, wer die Helfer von Bin Laden in Pakistan waren. "Wir glauben, dass es ein Unterstützernetzwerk für Bin Laden in Pakistan gegeben hat", erklärte er am Sonntagabend (Ortszeit) in einem Fernsehinterview. Pakistans Premierminister Gilani räumte Fehler ein. Die Sicherheitsbehörden hätten es nicht vermocht, den Aufenthaltsort Bin Ladens in der Garnisonsstadt Abbottabad ausfindig zu machen, sagte Gilani. "Aber das ist nicht nur unser eigenes Versagen, sondern das Versagen aller Geheimdienste dieser Welt."

Unklarheit über Bin Ladens Helfer
Das Haus in dem pakistanischen Ort Abbottabad sei nach bisherigen Kenntnissen eigens zu dem Zweck gebaut und abgesichert worden, um Bin Laden dort zu verstecken. Unklar sei, ob Bin Ladens Helfer aus dem Kreis der pakistanischen Regierung stammten, hieß es in dem Interview des Senders CBS. "Das ist etwas, was wir untersuchen müssen, und noch wichtiger: was die pakistanische Regierung untersuchen muss." Islamabad habe signalisiert, an der Aufklärung ein starkes Interesse zu haben. Dies sei jedoch keine Frage von drei oder vier Tagen.

USA hatten Osamas Festnahme einkalkuliert
Die USA hatten nach einem Zeitungsbericht bei der Erstürmung des Anwesens von Osama bin Laden in Pakistan auch die Festnahme des Topterroristen einkalkuliert. Für diesen Fall sei ein Team aus Verhörspezialisten, Übersetzern und Anwälten bereitgestanden. Das berichtete die Zeitung "New York Times" in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf Quellen in der US-Regierung. Die Experten hätten auf einem Schiff der Marine gewartet, vermutlich dem Flugzeugträger Carl Vinson im nördlichen Arabischen Meer vor der Küste von Pakistan.

(apa/red)

Kommentare

Bin Laden Was für ein Theater um den Tod dieses Mannes. Schreibt lieber über das Elend das er Hundtausenden gebracht hat. Und wie jedes einzelne unschuldige Todesopfer der Terroranschläge hätte vermieden werden können wenn auf weltpolitischer Ebene die Vernunft herrschen würde, all den Waffenhändlern und Schmugglern der Garaus gemacht würde und alle jemals von den USA installierten Statthaltern niemals an ihre Position und Macht gelangt wären.

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