Duelle um den begehrten Halbfinalplatz:
Werder feiert ein Wiedersehen mit Udinese

UEFA-Cup: Hamburger SV empfängt Manchester City Kiew gastiert in Paris, Schachtjor fährt nach Marseille

Duelle um den begehrten Halbfinalplatz:
Werder feiert ein Wiedersehen mit Udinese
© Bild: Reuters/Hanschke

Wird das Viertelfinale der Champions League von vier englischen Vertretern (ManU, Arsenal, Chelsea, Liverpool) dominiert, so sind in der gleichen Phase des Fußball-UEFA-Cups noch je zwei Vereine aus Frankreich und Deutschland im Rennen um die Nachfolge von Titelverteidiger Zenit St. Petersburg. Der Hamburger SV, Werder Bremen und Paris St. Germain haben heute in den Hinspielen Manchester City, Udinese Calcio bzw. Dynamo Kiew zu Gast. Olympique Marseille muss in die Ukraine zu Schachtor Donezk.

Der SV Werder, Arbeitgeber der beiden nicht in der voraussichtlichen Aufstellung aufscheinenden Österreicher Sebastian Prödl und Martin Harnik, feiert ein Wiedersehen mit Udinese. Die zwei Clubs standen einander zuletzt in der Champions Legue 2005/06 gegenüber, wobei das erste Spiel in Udine 1:1 und die zweite Partie einen Krimi brachte. "Nach einer 3:0-Führung haben uns die Norditaliener plötzlich schwindlig gespielt und sich nur 3:4 geschlagen geben", erinnerte sich Kapitän Torsten Frings.

"Das ist eine ausgebuffte Mannschaft, da müssen wir hellwach und clever sein. Trotzdem ist das eine lösbare Aufgabe", meinte Werders Geschäftsführer Klaus Allofs. Trainer Thomas Schaaf hat wie selten zuvor in dieser Saison die Qual der Wahl. Vom engeren Stamm fehlt nur der Däne Daniel Jensen, der sich am Mittwoch in München wegen einer entzündeten Achillesferse operieren ließ.

Auf der Gegenseite ist ebenfalls ein Legionär nur Zuschauer. Der italienische Teamspieler Antonio Di Natale fällt wegen eines Kreuzbandanrisses im linken Knie bis Saisonende aus. Die Mannen von Trainer Paquale Marino (46) kommen auch ohne den Star aus, die Generalprobe gegen Serienmeister Inter Mailand ging nur 0:1 verloren. Der Auftritt der Friauler, die in Runde eins Borussia Dortmund eliminiert haben, beeindruckte sogar Inter-Coach Jose Mourinho: "Wir hatten Glück, Udinese war stärker."

HSV noch in drei Bewerben dabei
Sind Werder (10.) und Udinese (14.) in der nationalen Liga im "Niemandsland", tanzt der HSV (2.), der im nationalen Pokal-Halbfinale auf die Bremer trifft, noch auf drei Hochzeiten mit der Chance, den ersten Titel seit 22 Jahren einzufahren. "Obwohl Manchester City in der Premier League Zehnter ist, sind wir nicht unbedingt Favorit", gab Torhüter Frank Rost vor dem Duell mit Robinho und Co. zu. Mut macht den Hanseaten die Bilanz ihres Trainers Martin Jol gegen ManCity. Als Coach von Tottenham gewann der Niederländer alle sechs Duelle in der Premier League (11:4 Tore) mit den Citizens.
(apa/red)