Duell der Superstars geht an Lionel Messi:
Argentinier ist am Weg zum Weltfußballer

21-jähriger Barcelona-Held auch bester Torschütze Wieder Spekulationen um die Zukunft von Ronaldo

Duell der Superstars geht an Lionel Messi:
Argentinier ist am Weg zum Weltfußballer © Bild: Reuters/Sposito

Lionel Messi hat seine bisherige Traumkarriere mit dem Sieg in der Fußball-Champions-League gekrönt. Der 21-jährige Argentinier erzielte beim 2:0-Erfolg vom FC Barcelona gegen Manchester United in der 70. Minute den zweiten Treffer und sicherte sich mit insgesamt neun Toren als jüngster Spieler überhaupt auch die Torjägerkröne. Der argentinische Teamstürmer stellte somit auch ManUniteds Cristiano Ronaldo in den Schatten, den er wohl im kommenden Jahr als Weltfußballer des Jahres ablösen wird.

"Das war der wichtigste Sieg meines Lebens. Ich bin der glücklichste Mann auf Erden", betonte Messi. Der nur 1,69 m große Stürmer, der vor drei Jahren im Finale in Paris gegen Arsenal noch Zuschauer war, hatte ausgerechnet per Kopf (70.) für die Entscheidung gesorgt und in der Folge mit leuchtenden Augen die Messi-Sprechchöre der rund 30.000 Barca-Fans genossen. "Messi hat eine großartige Saison gespielt, viele Tore erzielt und entscheidende Pässe gegeben. Er ist der beste Fußballer der Welt, wir hätten aber nicht gewinnen müssen, um das zu wissen", lobte Barca-Coach Josep Guardiola seinen Stürmerstar.

Der 23-fache Meisterschafts-Saisontorschütze glänzte aber nicht nur als Torschütze, sondern vor allem auch als Taktgeber neben dem kongenialen Mittelfeldduo Iniesta/Xavi. Cristiano Ronaldo hatte auf der anderen Seite vor allem zu Beginn mit einem gefährlichen Freistoß und zwei Weitschüssen gute Momente, alles in allem lieferte der mit Abstand beste Manchester-Spieler am Platz aber eine zu ineffiziente Vorstellung ab. "Nach dem ersten Gegentreffer ist es für uns viel schwieriger geworden, wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden", resümierte der Weltfußballer des Jahres 2008.

Die ständigen Diskussionen über ein Privatduell mit Messi konnte der Portugiese nach der Partie schon gar nicht mehr hören. "Es war ein Duell Manchester gegen Barcelona und nicht das Duell von irgendjemand Speziellem", betonte Ronaldo. Der Starstürmer musste jedenfalls gleich zwei Titel an Messi abgeben, hatte Ronaldo, der in dieser Saison nur viermal traf, doch im Vorjahr noch die Torschützenliste mit acht Toren angeführt.

Ronaldos Zukunft ungewiss
Während Messi keinen Gedanken an einen Transfer verschwendet, ist die Zukunft des portugiesischen Teamkapitäns noch ungewiss. "Ich weiß es nicht", antwortete Ronaldo auf die Frage, ob er auch in der kommenden Saison beim englischen Meister spielen werde. Er sei sich nur sicher, dass er noch weitere Endspiele bestreiten werde. Zuletzt wurde neuerlich über einen möglichen Transfer zu Real Madrid spekuliert, der Portugiese hatte aber vor einigen Tagen noch alle Gerüchte zurückgewiesen. "Meine Heimat ist nun in Manchester. Selbst wenn ich sage, mein Herz ist hier, werden sich die Leute Sachen ausdenken. Aber ich will hier spielen", hatte Ronaldo gegenüber der "News of the World" verlautet.

Bereits vor einem Jahr nach Manchesters Champions-League-Finalsieg gegen Chelsea hatte Ronaldo mit einem Angebot von Spaniens Rekordmeister kokettiert. Nach einem Machtwort der ManU-Clubspitze blieb der 24-Jährige aber dem Team von Trainer Alex Ferguson erhalten.
(apa/red)