Verhandlung von

Prozess in Dubai: Schuldspruch für
vergewaltigte Wienerin?

29-Jährige wird wohl wieder nicht vor Gericht erscheinen - Urteil könnte bald fallen

Das Gerichtsgebäude in Dubai. © Bild: APA/EPA/ALI HAIDER/picturedesk.com

Das Wüstengefängnis bleibt ihr erspart, doch ganz ist der Albtraum für die in Dubai vergewaltige Wienerin noch nicht vorüber. Denn in der Glitzermetropole am Golf wird am Donnerstag der Prozess gegen die 29-Jährige wegen "außerehelichen Geschlechtsverkehrs" fortgesetzt - offenbar erneut ohne das Opfer.

Die Wienerin ist zur ersten Tagsatzung vor Gericht nicht erschienen, wie das Außenministerium bestätigt. Am Donnerstag findet die zweite Tagsatzung statt. Und das mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut ohne die 29-Jährige. "Wenn sie wieder nicht zum Prozess erscheint, ist eine weitere Vertagung nicht unwahrscheinlich", sagt ein Sprecher des Außenministeriums. Auch eine Erklärung des Verteidigers, warum sie unschuldig ist, könnte am zweiten Prozesstag am Plan stehen, so der Sprecher.

Sicher ist noch nichts. Doch ohne die Angeklagte deute alles auf eine rasche Abwicklung der Verhandlung hin. "Schon am dritten Prozesstag ist dann mit einer Entscheidung zu rechnen", heißt es aus dem Außenministerium. Das Urteil könnte also bereits Ende März oder Anfang April fallen.

Zurück nach Dubai?

Im Falle einer Verurteilung wegen "außerehelichen Geschlechtsverkehrs" drohen der Wienerin im Normalfall von einem Monat bis zu einem Jahr Haft, wie Bassam Za'za', Gerichtsreporter bei "Gulf News", gegenüber NEWS.AT mitteilt. Der erfahrene Journalist rechnet im schlimmsten Fall mit bis zu sechs Monaten Haft für die 29-Jährige. Dem beschuldigten Jemeniten, der den Sex mit der Österreicherin vor Gericht bestritten hat, würde bei einer Verurteilung wegen "außerehelichen Geschlechtsverkehrs" dieselbe Strafe drohen. Bassam Za'za verfolgt den Fall vor Ort mit und plädiert für eine Rückkehr der Wienerin nach Dubai: "Wie kann sie ihren Fall verteidigen, wenn sie nicht vor Gericht erscheint?", fragt er. Wenn sie die Wahrheit beweisen wolle, dann sei der Prozess der beste Weg. Erscheint die Wienerin nicht, werde das Urteil eben in Abwesenheit gefällt.

Und was bedeutet eine Verurteilung für das Vergewaltigungsopfer? In der Vergangenheit ist es in ähnlich gelagerten Situationen, wie die Freilassung eines norwegischen Vergewaltigungsopfers zeigt, nach Schuldsprüchen immer wieder zu Begnadigungen gekommen. Diese Hoffnung darf auch die Wienerin hegen.

Experten schließen außerdem den Erlass eines internationalen Haftbefehls aus. Das wäre nicht gut für das Image von Dubai, so ein Insider. Die Gefahr für die 29-Jährige ist also gebannt, was bleibt sind die seelischen Wunden.

In der Tiefgarage des Hotels Raffles in Dubai soll die Wienerin vergewaltigt worden sein.
© Corbis In der Garage des Nobel-Hotels "Raffles" wurde die Studentin aus Wien am 2. Dezember im Auto ihres Peinigers vergewaltigt.

Kommentare

Urlauber2620

Wen es in dieses Land zieht der soll hinfahren.Aber dann nicht rummeckern und sich beschweren.Die meisten machen die Reise doch nur um dann vor den Bekannten damit zu prahlen.

stabilis melden

Archaische, mittelalterliche sektengeprägte machistische Kultur - nur durch Erdöl aus ihren Lehmhütten entstiegen und mit Ende des Erdöls wieder dorthin unterwegs. Diese islamistischen Auswüchse sind abzulehnen und man verkehrt weder mit solchen Leuten noch fährt man in diese Länder - weder als Mann noch als Frau. Und man kann stolz sein auf unsere Kultur, wir sind denen um Jahrhunderte voraus!

eferding melden

Den Geschichtsunterricht verschlafen? Dort gab's schon Hochkultur, als unsere Vorfahren sich noch um's Bärenfell prügelten!

Wieso reisen Leute freiwillig dorthin. Mich interessieren die vom Ölreichtum triefenden Scheichs kein bisschen. Sie brauchen mein Geld nicht und sie haben nichts, was mich interessiert. So einfach ist das........

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