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Lehre bringt's

Duale Ausbildung sichert hohe Jugendbeschäftigung und Fachkräfteangebot

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Gewerbe und Handwerksbetriebe sind der größte Lehrlingsausbilder. Sie stellen 56 Prozent der Ausbildungsbetriebe und 42 Prozent aller Lehrlinge österreichweit. Damit bilden sie Fachkräfte weit über den Eigenbedarf für alle Sektoren der Wirtschaft aus.

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Bei 80 Gewerben muss der Unternehmer beim Start seiner Tätigkeit eine bestimmte Qualifikation nachweisen. Das kann eine Meisterprüfung, aber auch entsprechende Schulabschlüsse bzw. Praxiszeiten sein. Ein verpflichtender Qualifizierungsnachweis zum Unternehmensstart gewährleistet nicht nur die Qualität und Sicherheit von Produkten und Dienstleistungen, sondern sichert auch die Ausbildungskompetenz für Lehrlinge ebenso wie für Unternehmen und damit ein hohes und praxisnahes Ausbildungsniveau. Die Meister- oder Befähigungsprüfung gibt jungen Menschen dabei eine erstrebenswerte Karriereperspektive, wie auch Philipp Seiberl als WorldSkills-Sieger zeigt.

So werden im Gewerbe und Handwerk weit mehr als 98 Prozent aller Lehrlinge in Gewerben ausgebildet, die eine Startqualifikation erfordern.

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Auch die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen ist in Ländern mit dualer Ausbildung deutlich geringer. Schweden hat ohne duale Ausbildung eine Jugendarbeitslosenquote von 18,9 Prozent, Dänemark mit dualer Ausbildung eine Quote von 11,1 Prozent. Für Deutschland liegt der Wert bei 7,1 Prozent, für die Niederlande bei 11.2 Prozent und für Österreich angesichts der seit längerem schwachen Konjunktur immer noch bei 11,8 Prozent.

Seit Jahren hat mehr als ein Viertel der Unternehmen im Gewerbe und Handwerk akuten Fachkräftebedarf. Dabei dürfte es sich um mindestens 14.000 qualifizierten Fachkräften handeln. Umso wichtiger ist eine kontinuierliche Ausbildungsleistung der Unternehmen, damit sie Wachstumschancen nützen können.

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