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Wie lange hält Hanka noch durch?

Das Benehmen der psychisch Kranken sorgt eher für Sorgenfalten denn Erheiterung

Tag 5 im Dschungelcamp © Bild: RTL

Für Fans des gepflegten TV-Trashs ist das Dschungelcamp ein absoluter Pflichttermin. Auch dieses Jahr hat RTL wieder zwölf mehr oder weniger Prominente in den australischen Dschungel verfrachtet, wo das Publikum gebannt ihren Lebensgeschichten lauschen kann. Während es großen Spaß macht, der durchgeknallten Kader Loth vom Sofa aus zuzuschauen, sorgt das Benehmen von Hanka Rackwitz eher für Sorgenfalten denn Erheiterung. War es wirklich notwendig, eine psychisch Kranke ins Dschungelcamp zu holen?

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Wie bereits berichtet gehen die Meinungen der News.at-Redakteure das Dschungelcamp betreffend weit auseinander. Diejenigen, die sich die Trash-Sendung kaum einen Tag entgehen lassen, sind sich aber einig: Hanka Rackwitz hat im Dschungel eigentlich nichts verloren. War ihr Auftreten anfangs noch amüsant, fühlen wir uns inzwischen von Tag zu Tag unwohler dabei, die psychisch Kranken bei der Bewältigung ihres Dschungel-Alltags zu beobachten.

Dschungelcamp Tag 1
© RTL / Stefan Menne Hanka mit Markus bei ihrer ersten Dschungelprüfung

Dass die aus der inzwischen eingestellten Vox-Serie "Mieten, kaufen, wohnen" bekannte TV-Maklerin unter zahlreichen Ängsten und Zwangsstörungen leidet, war bekannt. Dass sie von niemandem berührt werden will, ist ok, muss ja auch nicht sein. Dass sie anstatt wie alle anderen die Toilette aufzusuchen lieber in den Teich - und gleichzeitig in ihre Hose - pinkelt, ist zwar ekelhaft, aber unter Berücksichtigung ihres Geisteszustands noch irgendwie zu verstehen.

© RTL Hanka pinkelt lieber in den Teich als in die Toilette

Doch dabei bleibt es nicht. Hanka wird von Tag zu Tag seltsamer. Dass die Mehrheit ihrer Camp-Kollegen nicht viel mit ihr anfangen kann, macht die Sache nicht einfacher. Die fleißigen Flirter Gina-Lisa und Honey hielt sie etwa zuletzt von ihrer Turtelei ab, indem sie sie mit ihrem Voyeurismus verstörte. Ungeniert beobachtete Hanka die Schlafenden. "Ich gucke, ob alles in Ordnung ist", meinte sie dazu. Honey gefiel das gar nicht. Er fände es "schon komisch", wenn sie vor den Leuten stehe, während sie schlafen. "Das ist doch schon Voyeurismus", bittet er sie, damit aufzuhören. Doch Hanka denkt nicht daran. Auch dass Gina-Lisa ("Die macht mir Angst!") sich unwohl fühlt, ist Hanka herzlich egal.

Tag 5 im Dschungelcamp
© RTL Hanka beobachtet ihre Camp-Kollegen beim Schlafen.

Während die Dschungel-Welt während der Zeit im Camp Snack Rock für ihre Verhältnisse noch relativ in Ordnung war, muss sie sich nun mit Selbstdarstellern wie Gina-Lisa, Sarah Joelle oder Honey herumplagen, was Hanka überhaupt nicht behagt, wie sie im Dschungeltelefon betont: "Überall sind Kameras, überall sind Kameras. Das Lachen aus den Silikonlippen geht mir auf den Geist. Das ist hier alles nur eine Scheinwelt."

Gut, das mit den Kameras und der Scheinwelt hätten wir Hanka schon früher sagen können. Gerne möchte man sie schütteln und sagen: "Du bist im Dschungelcamp! Das gehört da so!" Aber Hanka darf man nicht schütteln. Man darf sie nicht anfassen. Dienstag Abend vergaß Nicole Mieth (die Ex-Soap-Darstellerin, die auch im Camp ist, bisher aber kaum fünf Sätze gesprochen hat) kurzfristig jedoch darauf. Als feststand, dass Hanka udn sie zur nächsten Dschungelprüfung antreten müssen, umarmte das Camp-Kücken die Psycho-Tante. Und siehe da: Hanka versteifte sich zwar, ließ es jedoch mit sich geschehen. Als Honey fragte, ob nun "alle Dämme gebrochen" seien (als ob das so schnell ginge), wiegelte Hanka jedoch verstört ab: "Nein, nein. Das war eine einmalige Nummer!"

Tag 5 im Dschungelcamp
© RTL Hanka im Dschungel

Selbst Daniel Hartwich und Sonja Zietlow waren von Hankas Verhalten überrascht. Sie mache ihr ein wenig Angst, meinte Sonja - und es wirkte ausnahmsweise nicht wie ein Scherz.

»Das geht nicht gut aus für mich.«

Nicht nur die Zuschauer bekommen langsam aber sicher ein mulmiges Gefühl, auch Hanka, die laut Bericht der "Bild Zeitung" von Dr. Bob täglich eine Dosis von 30 mg Citalopram gegen ihre Zwangsstörungen bekommt, zweifelt an der Sinnhaftigkeit ihres Dschungel-Abenteuers. "Ich bin hier wie in einem Tal und dann sind wir auch noch in einem Tal. Das ist wie eine Mucki-Bude mit schlechter Musik", meint sie im Dschungel-Telefon. Von ihren oberflächlichen Kollegen ist sie angewidert: "Da ist ja nichts echt. Die nehmen doch gar nicht wahr, dass sie in Australien sind und Tier und Pflanzen um sich herum haben." Und sie schließt mit den Worten: "Das geht nicht gut aus für mich ..." Das befürchten wir leider auch.

Hanka im Dschungelcamp

War es eine gute Idee, sie mitmachen zu lassen?

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