Drogenring in Oberösterreich ausgehoben: Sieben Personen befinden sich in U-Haft

Verdächtige handelten mit Heroin, Speed & Cannabis PLUS: Polizei Salzburg zerschlug erneut Drogenring

Bei Hausdurchsuchungen konnte Drogenutensilien sowie rund ein halbes Kilo Cannabis, etwa neun Gramm Metamphetamin, 45 Gramm Amphetamin und eine Ecstasy-Tablette sichergestellt werden. Die sieben Haupttäter befinden sich in Untersuchungshaft.

Polizei Salzburg zerschlug erneut Drogenring
Auch das Landeskriminalamt Salzburg hat einen Drogenring zerschlagen. 100 Verdächtige wurden ausgeforscht, elf Personen im Alter von 19 bis 43 Jahren wurden vorläufig in Verwahrung genommen, sechs wanderten in Untersuchungshaft. Den Dealern wurde der Handel von Suchtgift im Wert von 355.000 Euro nachgewiesen. Erst vor zwei Wochen hatte die Polizei die Zerschlagung eines Drogenrings bekannt gegeben, der 57 Kilo Suchtgift verkauft haben soll.

Die Hauptverdächtigen, die das Suchtgift größtenteils aus Holland und Spanien bezogen, hatten laut Polizei im Stadtgebiet von Salzburg einen professionellen Verteilerring aufgebaut, wobei sie sich hauptsächlich Jugendlicher bedienten, welche die Drogen in der Lokalszene verkauften. Wenn die jungen Leute die Einnahmen nicht ablieferten, wurden sie von den Haupttätern massiv unter Druck gesetzt - durch Nötigungen, gefährliche Drohungen und Körperverletzungen.

Bei Hausdurchsuchungen wurden zirka 4.000 Ecstasy-Tabletten - das entspricht 800 Gramm Amphetamin -, 280 Gramm Heroin, 150 Gramm Kokain, 500 Gramm Marihuana sowie eine Cannabis-Indoor-Plantage mit 157 Pflanzen und Zubehör im Gesamtwert von fast 80.000 Euro sichergestellt. Darüber hinaus beschlagnahmte die Polizei 7.800 Euro Drogengeld.

Den Drahtziehern wurde der Handel von etwa 7.000 Ecstasy-Tabletten, etwa einem halben Kilo Heroin, zweieinhalb Kilo Kokain, fünf Kilo Cannabisprodukten und einem halben Kilo Speed nachgewiesen. Der Schwarzmarktwert der Drogen wurde mit 355.000 Euro angegeben.

Im Zuge der von November bis Februar durchgeführten Ermittlungen wurden auch Kontaktpersonen und Abnehmer in Oberösterreich - vor allem aus dem Großraum Braunau - und im grenznahen Bayern (Freilassing) festgestellt. Die 100 Tatverdächtigen sind überwiegend österreichischer Nationalität. Die mehrfach vorbestraften Hauptverdächtigen waren ohne Beschäftigung und lebten unangemeldet in Salzburg. Durch den Drogenhandel finanzierten sie ihren Lebensunterhalt.

(apa/red)