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Drogenkurier aus Hamburg am Busterminal Wien-Erdberg erwischt

Knapp halbes Kilo Amphetamine, 433 Tabletten Ecstasy und weitere Drogen sichergestellt

Mithilfe eines Tipps ihrer Hamburger Kollegen haben Drogenfahnder des Wiener Landeskriminalamtes einen Rauschgiftkurier am Busterminal Wien-Erdberg aus dem Verkehr gezogen. Gegen den 50-jährigen Deutschen, der in der Leopoldstadt hauptgemeldet ist, liefen in der Hansestadt schon länger Ermittlungen. Am vergangenen Donnerstag stieg er mit einer Umhängetasche voller Drogen in einen Bus nach Wien.

Laut Polizeisprecher Paul Eidenberger informierten die Fahnder des Landeskriminalamtes 62 der Hamburger Polizei ihre Wiener Kollegen, dass der 50-Jährige unterwegs war. Beim Aussteigen am Busterminal in Erdberg wurde er am Freitag um 8.40 Uhr von den Ermittlern angehalten. Er beschwerte sich: "Warum werde nur ich kontrolliert?" Die Polizisten forderten ihn daraufhin auf, die Drogen freiwillig herauszurücken. "Ich habe nichts, ich besitze nichts", gab der 50-Jährige zur Antwort.

Seine Umhängetasche war aber gut gefüllt. Die Suchtgiftfahnder förderten knapp ein halbes Kilogramm Amphetamine (436,7 Gramm), 9,4 Gramm Heroin, 10,7 Gramm Methylen-Dioxy-Methyl-Amphetamin-Kristalle (MDMA) und 433 Ecstasy-Tabletten zutage. Der Verkaufswert des Rauschgifts dürfte etwa 20.000 Euro betragen. Der 50-Jährige gestand daraufhin und gab an, dass die Drogen bei einer Rave-Party verkauft werden sollten. Er verschwieg aber, für welche.

Ebenso wenig sagte er etwas darüber, von wem er die Drogen bekommen hatte. Für die Fahnder ist klar, dass es sich nicht um die erste Kurierfahrt des 50-Jährigen handelte. Wie oft er schon mit Rauschgift unterwegs war, blieb allerdings zunächst unklar.

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