Banker und Drogen von

Kokain als Ursache für die Krise?

Überhöhtes Selbstvertrauen und mangelndes Urteilsvermögen als Problem

Kokain und Euroscheien © Bild: Thinkstock

Völlig überhöhtes Selbstvertrauen durch den Missbrauch von Drogen sieht der umstrittene Wissenschaftler, David Nutt, als eine mögliche Ursache für die Wirtschaftskrise. Viele Banker würden Kokain nehmen, zugleich hätte diese Berufsgruppe die Welt in den wirtschaftlichen Schlamassel gebracht. Der Grund ist für Nutt, dass die enorme Steigerung des Selbstvertrauens durch Kokaingebrauch das Urteilsvermögen dieser Banker beeinträchtigte.

Im "Guardian" bestätigte ein ehemaliger Banker der Londoner City, dass Kokainmissbrauch vor der Krise sehr weit verbreitet gewesen wäre. Seiner Meinung nach – der Banker spricht von ausreichend eigener Erfahrung auf diesem Gebiet – führt Kokain zu stark überzogenem Selbstvertrauen und dazu überzeugend über Dinge reden zu könne, von denen man eigentlich keine Ahnung habe. Gerade in der Phase wirtschaftlicher Blasenbildung, in der ohnehin die meisten Marktteilnehmer vor Selbstvertrauen strotzen, sei das fatal gewesen.

Nutt selbst argumentiert, dass Kokain die ideale Droge für das Bankwesen sei. Denn es ermögliche immer mehr zu leisten und immer mehr zu wollen. Dabei sei aber scheinbar das Urteilsvermögen auf der Strecke geblieben.

Für Freigabe von "Magic Mushrooms"

Der Drogenexperte fiel nicht das erste Mal mit einer kontroverseren Position auf. Bis 2009 war er Drogenbeauftragter der britischen Regierung, hielt sich jedoch nicht daran wissenschaftliche Erkenntnisse so zu präsentieren, dass sie zur Linie der Regierung passten. Er erstellte eine Liste verbotener und legaler Drogen zusammen, die diese nach Gefährlichkeit ordnete. Dabei stellte sich heraus, dass Alkohol und Nikotin weit mehr Menschenleben forderten als bislang gedacht und Ecstacy, LSD und Cannabis weniger gefährlich seien als zuvor angenommen. Ecstacy fordere, so Nutt, jährlich dreißig Todesopfer in Großbritannien und sei damit nicht gefährlicher als der Reitsport. Diese Aussage kostete Nutt schließlich seinen Job.

Doch Nutt hielt daran fest und fiel zuletzt mit der Forderung auf, dass das Verbot sogenannter "Magic Mushrooms“ aktuellen Erkenntnissen widerspreche und den Fortschritt der Wissenschaft hindere. Für weitere Aufregung ist wohl garantiert, denn in der Finanzwirtschaft wird sich der Professor mit dem lockeren Mundwerk wohl auch nicht nur Freunde machen.

Kommentare

naja, inwieweit's mit Drogenkonsum zusammenhängt vermag ich nicht zu sagen. Was sie auf jeden Fall mit Drogensüchtigen eint, ist die Bereitschaft für einen kurzfristigen Vorteil langfristigen Schaden zu riskieren ( allerdings mit dem wesentlichen Unterschied, dass es beim Drogensüchtigen nur ihn selbst betrifft).
Dazu noch das politische und wirtschaftliche Umfeld, das eine Sozialisierung von Verlusten erlaubt. Und wenn ich weiß, dass es ein anderer zahlt stürze ich mich auch ganz locker in Risikogeschäfte, denn gewinne ich, ist's meins, verliere ich, ist's Sache des Blödians, der's brennt.

Und wir haben im Management, nicht nur der Banken, so etwa ab Mitte der 80er angefangen die seriösen, mausgrauen, konservativen und unheimlich faden Manager der letzten Generation durch junge, dynamische Ich-AGs zu ersetzen. Und wenn ein Jungbauer die Milchkühe schlachtet statt melkt, weil gerade der Fleischpreis hoch ist, ist der Betrieb im Allerwertesten. Und so ist's auch im Wirtschaftlichen. Wir hatten einen Paradigmenwechsel was Wirtschaft ist und wozu sie dient und jetzt kommt eben die Rechnung. Manche nennen es Turbokapitalismus, manche Hegemonie der Finanzmärkte, ich nenns Irrsinn.

simm1111

Es sind ja die Banker die sich die Drogen reinhauen, musst nur den Artikel lesen!!

Optional

Drogen als Krise... wenn ich das schon HÖRE!
Ihrgendwas muss ja Schuld sein und wenns die Bänker und Politiker nicht sind, dann sicher die Drogen die, des Gsindel, sich Reinhaut!
hahaha

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