Drei Todesopfer durch Lawinenabgänge: Snowboarder von Schneemassen erstickt

Arlberg: Zwei Schweden und ein Deutscher begraben Australischer Snowboarder verschüttet - gerettet

Drei Todesopfer durch Lawinenabgänge: Snowboarder von Schneemassen erstickt

Lawinenabgänge am Arlberg haben drei Menschenleben gefordert. In St. Anton am Arlberg in Tirol starben zwei Snowboarder aus Schweden noch am Unglücksort, in Lech am Arlberg in Vorarlberg kam ein deutscher Skifahrer ums Leben. Bei einem weiteren Lawinenabgang in Lech am Arlberg zog sich ein australischer Snowboarder eine Beinfraktur zu.

Die zwei schwedischen Urlauber waren mit einem Begleiter am Gampberg im Rendlgebiet im freien Skiraum unterwegs gewesen. Als sie am Oberen Gstans Boden in rund 1.750 Metern Höhe eine kurze Rast einlegten, klopfte einer der Männer mit seinem Snowboard auf den Schnee. Dabei löste sich oberhalb der Gruppe ein 150 Meter breites Schneebrett und erfasste die Schweden.

Während es dem 20 Jahre alten Skifahrer gelang, seine Ski abzuschnallen und sich in Sicherheit zu bringen, wurden die beiden Snowboarder bis zu 500 Meter weit von der Lawine mitgerissen. Nach etwa einer halben Stunde konnte der Skifahrer einen von ihnen - einen 21-Jährigen - orten und teilweise ausgraben. Die Wiederbelebungsmaßnahmen durch den alarmierten Notarzt blieben letztlich erfolglos. Wenig später wurde der zweite Snowboarder tot entdeckt. Der 19-Jährige lag zwei Meter tief und hatte kein Verschüttetengerät bei sich.

In Lech am Arlberg im Bereich Madloch/Stierloch im freien Skiraum wurde ein 24-jähriger deutscher Skifahrer von einer Lawine mitgerissen, die er selbst ausgelöst hatte. Der Mann aus Wangen im Allgäu wurde rund 1,20 Meter tief von der 25 Meter breiten und 450 Meter langen Lawine verschüttet. Nachfolgende Skifahrer erkannten, dass zwar eine Spur in den Lawinenkegel hinein-, aber nicht mehr herausführte. Sie alarmierten die Rettungskräfte und begannen nach dem Mann zu suchen. Der Deutsche konnte geborgen werden, Reanimationsversuche blieben allerdings erfolglos.

Auch im Bereich Madloch/Stierloch ist ein Schneebrett abgegangen. Eine Gruppe von sieben australischen Snowboardern hatte die Schneemassen losgetreten. Einer wurde von der Lawine erfasst und komplett verschüttet. Der mit einem Lawinenpieps ausgerüstete Wintersportler konnte allerdings rasch geortet und ausgegraben werden. Er erlitt eine Beinfraktur.

(apa/red)