Dramatische Statistiken bei Gewalt gegen Frauen: Zwischenfälle seit '97 verfünffacht!

Entwurf zu einem "Zweiten Gewaltschutzgesetz" Entwicklung der Zahl der Wegweisungen seit 1997

Dramatische Statistiken bei Gewalt gegen Frauen: Zwischenfälle seit '97 verfünffacht! © Bild: APA

Die Zahl der Wegweisungen für Männer wegen Gewalt gegen Frauen ist in den vergangenen zehn Jahren massiv angestiegen. Waren es 1997 nach Angaben des Innenministeriums nur 1.449 Betretungsverbote für Männer, die ihre Frau bzw. Kinder körperlich misshandelt haben, stieg diese Zahl bis 2006 auf 7.235 an. Das ist eine Erhöhung um das fünffache.

Justizministerin Maria Berger hatte Ende April den Entwurf zu einem "Zweiten Gewaltschutzgesetz" präsentiert. Unter anderem soll die maximale Geltungsdauer für das Betretungsverbot von drei auf sechs Monate ausgedehnt werden. Und der strafrechtliche Teil des neuen Gesetzesentwurfs sieht die Schaffung eines "Straftatbestands der beharrlichen Gewaltausübung" vor.

Das seit 1997 geltende Gewaltschutzgesetz in Österreich sieht ein Wegweiserecht sowie ein Betretungsverbot der eigenen Wohnung für gewalttätige Personen vor. Die Polizei kann ein solches Betretungsverbot für einen mehrtägigen Zeitraum erlassen. Durch eine einstweilige Verfügung des Gerichts kann das Betretungsverbot verlängert werden.

Nachfolgend die Entwicklung der Zahl der Wegweisungen von 1997 bis 2006:

Jahr Wegweisungen/Betretungsverbote

1997 1.449
1998 2.673
1999 3.076
2000 3.354
2001 3.283
2002 3.944
2003 4.174
2004 4.764
2005 5.618
2006 7.235