Drama um Seeleute im Schwarzen Meer: Frachter gesunken - zehn Männer vermisst

Seegang erschwert Suche vor Bulgariens Küste

Vor der bulgarischen Schwarzmeer-Küste ist ein Frachtschiff mit zehn Mann Besatzung gesunken. Von den Seeleuten fehlt bisher jede Spur. Schwere See erschwert die Suche nach der Besatzung.

Der in Nordkorea registrierte Frachter "Tolstoy" war offenbar auf dem Weg von Russland in die Türkei, als er einige Kilometer vor dem zu Bulgarien gehörenden Kap Emine gesunken sei. An Bord waren den bulgarischen Behörden zufolge neun Seeleute aus der Ukraine und einer aus Russland.

Schiff schnell gesunken
Das unter nordkoreanischer Flagge fahrende ukrainische Schiff hatte kein Notsignal abgegeben. Die bulgarischen Behörden seien durch ein russisches Satellitenzentrum gewarnt worden. Bulgariens Verkehrsminister Petar Mutaftschiew sagte im staatlichen Radio, das Schiff sei aufgrund des schlechten Wetters "sehr schnell" gesunken. Seit Freitag war der bulgarische Schwarzmeerhafen Warna (Varna) wegen schwerer Stürme geschlossen. Im Schwarzen Meer herrschte am Samstag hoher Wellengang.

Die "Tolstoi" war den Angaben zufolge am Mittwoch in Rostow am Don gestartet und sollte über das Schwarze Meer zu einem türkischen Ägäis-Hafen fahren. Laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax sollte das Schiff Metall, das recycelt werden sollte, in den Hafen Nemrut bringen.

(apa/red)